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[star]  Titel: Robin Hood – Von Lämmern und Löwen

[folder]  Kategorie: Parallelwelten

[time]  Letzte Änderung: 25.2.2015 um 20:25 Uhr

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Russell Crowe im Film "Robin Hood" von Ridley Scott

Robin Hood – Von Lämmern und Löwen

"Sich erheben, immer und immer wieder, bis die Lämmer zu Löwen werden."

Im Grunde geht es um Extremismus. Radikaler Kampf für die Freiheit, und das nicht nur mit Worten. Der neue Robin-Hood-Streifen mit Russell Crowe erzählt die Vorgeschichte der Legende vom "König der Diebe", der die Reichen bestiehlt, um den Armen zu helfen.[1]

England am Ende des 11. Jahrhunders. Die Bevölkerung ist verarmt und wird sowohl von der Kirche als auch von machthungrigen Herrschern unterdrückt, die die Regierung für die Zeit übernommen haben, in der König Richard Löwenherz fort ist. Nach seinem erfolglosen Kreuzzug plündert er sich seinen Weg zurück nach England. Da gibt es diese eindrückliche Szene, in denen der angetrunkene König während der Belagerung der französischen Burg Chalus Nachts mit einem seiner Bogenschützen spricht: Mit Robin Longstride, einem guten Mann voll Tatendrang und Visionen. Löwenherz ist beeindruckt von dessen Ehrlichkeit und stellt ihn sogleich auf eine gefährliche Probe:

"Du bist tapfer ... und ehrlich. Bist du auch ehrlich genug, einem König zu sagen, was er nicht hören will? Wie stehst du zu meinem Kreuzzug? Wird Gott zufrieden sein mit meinem Opfer?"
– Richard Löwenherz

(Bedrückende Stille im Lager)

"Nein, wird er nicht."
– Robin Longstride

"Warum sagst du das?"
– Richard Löwenherz

"Das Gemetzel in Acre, Sir. Als wir auf Euer Geheiß 2000 muslimische Männer, Frauen und Kinder zusammentrieben, lag vor mir eine junge Frau. Ihre Hände gefesselt, sah sie zu mir hoch. In ihrem Blick lag weder Angst noch Mut. Nur Mitleid. Weil sie wusste, wenn wir Euren Befehl erhalten und unsere Schwerter auf ihre Häupter niedergehen, in diesem Augenblick würden wir gottlos sein. Wir alle. Gottlos."
– Robin Longstride

In der nächsten Szene steckt Robins Kopf bereits in einem Pranger. Fast märtyrerische Züge zeigt der später als Robin Hood bekannte Freiheitskämpfer in dem Film. Er beugt sich keiner Obrigkeit, und dafür würde er sterben, übrigens genau wie sein Vater vor ihm. Sich erheben, immer und immer wieder, bis die Lämmer zu Löwen werden. Welch unmissverständliche Analogie! Die Heilige Schrift spricht in ihrer symbolträchtigen Sprache ebenfalls über Lämmer und Löwen, und identifiziert sie beide eindeutig als den Messias Jesus Christus, der zunächst einem (Opfer-)Lamm glich, das bei seiner Kreuzigung unterdrückt und "geschlachtet" wurde.[2] Schließlich kehrte er von den Toten zurück und wird irgendwann mit gewaltiger Macht sein Friedensreich auf der Welt errichten: Plötzlich ist seine Bezeichnung Löwe von Juda.[3] Der Spruch auf Robins Schwert bezeichnet in diesem Sinne den Glauben an die Hoffnung. Hoffnung darauf, dass einer kommen wird, die unterdrückte Menschheit zu erlösen.


Verwendete Literatur

[1] "Robin Hood", Ridley Scott, 2010
[2] 1. Brief des Petrus, Kapitel 1,19
[3] Die Offenbarung Jesu Christi, Kapitel 5,5

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Kommentare

Ralf Philipp Stern (www.ssb-sec.com)
Das gilt nicht nur dann. Das gilt fuer jede Zeit. Besonders Jetzt. Es ist immer Jetzt. Nur Jetzt koennen wir unsere Freiheit erringen und uns gegen die Unterdruecker erheben damit alke Menschen gleich welcher Rasse ebenbuerdig und ebenwuerdig nebeneinander und miteinander gut leben.
Frueher waren esdie Lords. Heute sind es deren Nachkommen die eher aus dem Hinterhalt fast unsichtbar in England und anderswo in Essen- und Geldboersen sitzen gemeinsam mit neuen Turbokapitalisten des Neoliberalismuses. Die mit der Saga "die unsichtbare wuerde alles regeln".

Stimmt nur Sie regelt es nicht wie es dargestellt wird zum guten fuer alle, sondern einzig und allein zum guten fuer die die hinter der "unsichtbaren Hand" mit grosser Strategie der Ausbeutung am Ende von mindestens 80 % alker Menschen auf der ganzen Welt agieren und Ihr bitterboeses "Feudalismusspiel" spielen wie im Mittelalter und zu Zeiten der Adligen! Unter dem Deckmantel der "angeblichen Ubsichtbaren Hand die automatisch von allein alles zum guten lenkt!

Alkes reine Heuchelei.

Die "unsichtbare Hand" sind die gleichen wie damals die geschickt safuer sorgen das 0,1 % aller Menschen 80 oder sogar 90 % aller Reichtuemer besitzen. Waehrend taeglich mehr Kinder an Hunger sterben wie alle angeblichen Terroristen seit 911 umgebracht haben.

Es fragt sich wer die wahren Terroristen sind?

Ich sehe hundertausende verhungernte bis Millionen von Verhungernder jedes Jahr.

Wer das trotz bis zu hundert und tausendfachem Geld das zulaesst. Der ist der wahre Terrorist.

Da zaehlen nicht nur die Superreichen und Reichen.

Gruss RPS 1704110044
Geschrieben am 11. April 2017 um 00:45 Uhr