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[star]  Titel: Warum lässt Gott Leid und Tod zu?

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[time]  Letzte Änderung: 2.1.2017 um 23:11 Uhr

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Inhaltsverzeichnis

» Gott ist ein Gentleman
» Ein liebender Gott?
» Den Tod überwinden
» Was sagt Jesus dazu?
» Verwendete Literatur

Ähnliche Inhalte

Philosophie & Grenzwissen
Unsterblichkeit des Bewusstseins?
Am 11. September 2001 stürzten zwei entführte Passagierflugzeuge in die Doppeltürme des World Trade Centers (c) Seth McAllister / AFP

Warum lässt Gott Leid und Tod zu?

Die Bibel vermittelt das Bild eines Gottes, der die Menschen liebt und an unserem Wohl interessiert ist. In der Realität herrschen dagegen Terror, Katastrophen, Schmerz und Tod. Warum tut Gott nichts dagegen? Wie sind die Leiden in der Welt mit der Allmacht und Güte Gottes vereinbar?

Auf die so genannte Theodizee-Frage gibt es gewiss keine simple Antwort, und nicht jede Antwort wird jedem Menschen gleichermaßen einleuchten. Es gibt aber Ansätze, die für mich persönlich das Thema zufriedenstellend abschließen und vielleicht auch dir weiterhelfen können. Dabei setze ich voraus, dass du an Gott glaubst und daran, was die Bibel über ihn sagt. Denn starten muss ich mit einer bekannten Geschichte, die elementar wichtig ist, um Gottes Handeln (oder nicht-Handeln) angemessen beurteilen zu können. In den ersten Kapiteln der Bibel heißt es:

"... Dann betrachtete Gott alles, was er geschaffen hatte, und es war sehr gut!"
– Die Bibel, 1. Buch Mose (Genesis), Kapitel 1,31a

Als Gott die Welt erschuf, war sie ganz ohne Leid, ohne Schmerz und ohne Tod. Sie war "sehr gut", um nicht zu sagen perfekt. Dieser Ort, an dem die ersten Menschen in enger Freundschaft mit Gott lebten, ist als Garten Eden bekannt. Es muss ein erfülltes Leben voller Freude gewesen sein und hätte ewig andauern können.

Leider kam es in diesem Paradies zu einer folgenschweren Katastrophe. Es gab nur eine einzige, winzig kleine Sache, die den ersten Menschen (Die Bibel nennt sie Adam und Eva) verboten war. Gott hatte sie klar und deutlich gewarnt: Wer von der Frucht des so genannten Baumes der Erkenntnis in der Mitte von Eden isst, muss sterben. Leider glaubten die Menschen einer Lüge und nahmen gierig von der Frucht des verbotenen Baumes. Sie gingen wohl davon aus, Gott habe seine Warnung nicht ernst gemeint. Der Allmächtige erwies sich jedoch als zutiefst konsequent, verbannte die Menschen aus Eden und nahm ihnen die Gabe des ewigen Lebens. Seitdem besitzen Menschen einerseits die Fähigkeit, Gut von Böse zu unterscheiden, aber andererseits müssen wir uns für unser Handeln verantworten – und sterben. Von diesem Tag an war der Tod allgegenwärtig.

"Im Schweiße deines Angesichts sollst du [dein] Brot essen, bis du wieder zurückkehrst zum Erdboden; denn von ihm bist du genommen. Denn du bist Staub, und zum Staub wirst du wieder zurückkehren!"
– Die Bibel, 1. Buch Mose (Genesis), Kapitel 3,19

Natürlich kann man nicht sagen, dass Adam und Eva einzig und allein dafür verantwortlich sind, dass es uns heute so schlecht geht. Jedoch haben sich diese ersten Menschen in der Schöpfungsgeschichte sozusagen stellvertretend für alle Menschen gegen Gott aufgelehnt. In allen Jahrtausenden seit Adam lässt sich dieses menschliche Verhalten verfolgen: Wir wollen mit Gott nichts zu tun haben, sondern selbständig sein und uns für unsere Taten vor niemandem rechtfertigen. Manch einer leugnet die Existenz Gottes grundsätzlich. Und schon am nächsten Tag schreien wir zu dem Gott, an den wir nicht glauben, und beschweren uns über die grausame Welt.

Die entscheidende Beobachtung ist folgende: Der Zustand der gegenwärtigen Welt ist nicht so, wie Gott es sich gedacht hat. Man spricht in der Theologie deshalb von einer "gefallenen Welt".

Gott ist ein Gentleman

In den vielen Geschichten der Bibel wird Gott stets als Menschenfreund dargestellt. Es ist sein Herzenswunsch, die Welt wieder zu dem Paradies zu machen, das sie einst war. Aus welchem Grund hält sich Gott zurück? Die Tochter des berühmten Predigers Billy Graham hat einmal im Rahmen eines Fernseh-Interviews eine brilliante und außerordentlich fundierte Antwort darauf gegeben. Angesichts der Terror-Anschläge auf das World Trade Center vom 11. September fragte man sie: "Wie konnte Gott so etwas zulassen?" Anne Graham entgegnete: "Ich glaube, dass Gott, genau wie wir, zutiefst traurig darüber ist. Doch wir müssen eines klar sehen: Seit Jahren weisen wir Gott aus unseren Schulen, aus unserer Regierung und aus unserem Leben, und da er ein Gentleman ist, glaube ich, hat er sich still und leise zurückgezogen. Wie können wir erwarten, dass Gott uns segnet und schützt, wenn wir doch von ihm verlangen, dass er uns gefälligst in Ruhe lassen soll?"[1]

Der Herr wird uns seine Hilfe nicht aufdrängen, solange wir ihn kollektiv ablehnen. Dass Gott uns tatsächlich zu Hilfe kommen möchte, er aber von der Mehrheit der Menschen abgelehnt wird, zeigt sich klar und deutlich im Leben und Sterben von Jesus Christus. Der Gottessohn kam auf die Erde, heilte Menschen wo er nur konnte, predigte von Nächstenliebe und kündigte ein Reich des Friedens an, das Gott errichten möchte. Aber es schien nicht das gewesen zu sein, was wir hören wollten. Wie jeder weiß, wurde Jesus aufgrund seiner Worte und Taten am Kreuz hingerichtet. Wenn ich meinen Sohn mit Hilfsgütern in ein Krisengebiet schicken würde, er aber von den Hilfsbedürftigen gefoltert und umgebracht wird – da würde ich mich zukünftig auch in Zurückhaltung üben (oder Schlimmeres). Der Evangelist Johannes bringt es auf den Punkt:

"Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab."
– Die Bibel, Evangelium nach Johannes, Kapitel 3,16

Übrigens denke ich, dass Gott nicht nur durch das Wirken seines Sohnes unsere Welt verbessern möchte. Sondern durch jeden einzelnen Menschen, der Jesus nachfolgt und in dessen Sinne handelt, möchte Gott die Welt zum Guten verändern, damals wie heute. Das ist seine Art, Einfluss zu nehmen. Ich möchte Gott lieber nicht fragen, warum er gegen das Leiden auf Erden nichts unternimmt. Denn ich habe Angst, dass er mir die selbe Frage stellen könnte.

Ein liebender Gott?

Der eine oder andere mag sich damit zufrieden geben, dass Gott aus bestimmten Gründen das Leid in unserer Welt nicht verhindert. Aber was ist mit den unangenehmen Bibelversen, in denen Gott sogar aktiv dazu beiträgt, Leid über unsere Welt zu bringen? Ist das noch vereinbar mit dem "lieben Gott"? Ich möchte beispielhaft Gottes Befehl an den israelitischen König Saul zitieren, das feindliche Volk der Amalekiter restlos zu vernichten:

"So spricht der Herr der Heerscharen: Ich will strafen, was Amalek an Israel tat, indem er sich ihm in den Weg stellte, als es aus Ägypten heraufzog. So ziehe nun hin und schlage Amalek, und vollstrecke den Bann an allem, was er hat, und schone ihn nicht; sondern töte Männer und Frauen, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel!"
– Die Bibel, 1. Buch Samuel, Kapitel15,2+3 (Schlachter-Übersetzung)

Die Bibel berichtet noch von zahlreichen anderen grausamen Begebenheiten. Man sollte aber nicht den Fehler vieler Bibelkritiker begehen: Nämlich, alle brutalen Bibelverse als Gottes Willen darzustellen. Zu großen Teilen ist die Bibel ein Geschichtsbuch, das eben auch die schrecklichen Epochen menschlichen Tuns ungeschönt widergibt. Aber manche Grausamkeiten sind direkt auf Gottes Wirken zurückzuführen, wie der Krieg gegen Amalek. Wie kann es sein, dass sogar unschuldige Babys auf Gottes Befehl hin sterben müssen? Meine Antwort darauf wird dir vielleicht nicht gefallen, und vielleicht wird sie dich emotional aufwühlen. Aber vielleicht kannst du es auf rein rationaler Basis und mit kalter Logik nachvollziehen.

Ich möchte dich zu einem Blickwechsel herausfordern. Wenn uns der Ewige und Allmächtige erschaffen hat, haben wir aus seiner Sicht in keinster Weise ein Recht auf Leben. Wir haben unsere Lebenszeit nicht irgendwie "verdient", sondern sie ist ein Geschenk. Das bedeutet, dass es eigentlich nicht ungerecht ist, wenn Menschen sterben (egal in welchem Alter!), sondern der eigentliche "Zustand" in dem wir uns ohne Gottes Wirken befänden. Das hat vor langer Zeit schon ein Mann namens Hiob erkannt, dem viele fürchterliche Dinge widerfuhren, und der trotzdem voll Demut bekannte:

"Nackt bin ich aus dem Leib meiner Mutter gekommen; nackt werde ich wieder dahingehen. Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen; der Name des Herrn sei gelobt!"
– Die Bibel, Das Buch Hiob, Kapitel 1,21

Jedem von uns hat Gott eine festgesetzte Lebenszeit zugewiesen. Warum einer mehr Zeit bekommt und ein anderer weniger, ist nicht unsere Sache. Unsere Sache ist es, dankbar für die Zeit zu sein, die wir haben. Wenn andere Menschen ihr Leben oder ihre Gesundheit verlieren, kommt uns das nur deshalb ungerecht vor, weil wir uns so sehr an ein schönes Leben gewöhnt haben. Aber das ist nicht selbstverständlich. Das Leben vieler Menschen ist nicht einmal besonders erstrebenswert. Ich denke da an die endlosen Slums in Südamerika und Afrika, deren Elend ich schon aus nächster Nähe bezeugen durfte. Ist es wirklich richtig, Gott anzuklagen, weil er Leid zulässt oder verursacht? Sollten wir nicht viel mehr schimpfen: "Gott, warum lässt du zu, dass es mir manchmal so gut geht und dass ich leben darf?"

Wenn Gott das Leid auf Erden beenden soll, müsste er dessen Ursprung, nämlich alles Böse, vernichten. Möchten wir das wirklich? Soll Gott wirklich alles Böse vernichten? Ich jedenfalls wäre vorsichtig damit, den Allmächtigen dazu herauszufordern. Zeigt sich in der Geschichte von Eden nicht ein typisch menschliches Verhalten, das von Egoismus, Habgier und Lieblosigkeit geprägt ist und in jedem von uns steckt? Kannst du von dir behaupten, durch und durch gut zu sein? (Dann würde ich dich gern kennen lernen.) Ich möchte eine steile Behauptung aufstellen: Wenn Gott das Böse auf Erden vernichten soll, dann müsste er alle Menschen töten. Amalekiter, Israeliten, Amerikaner, Deutsche ... Alle.

Sind nicht wir diejenigen, die seit Jahrtausenden durch Kriege, Ausbeutung und Umweltverschmutzung Leid über die Welt bringen oder uns zumindest passiv daran beteiligen, indem wir Kleidung made in Bangladesch kaufen, in viel zu teuren Autos die Luft verpesten und uns gegenseitig belügen und betrügen? Aus dieser Perspektive hat Gott überhaupt keinen Grund dazu, uns auch nur eine Sekunde länger leben zu lassen. Seltsamerweise tut er es dennoch. Gott gewährt uns eine Art Galgenfrist – unsere gesamte Zeit auf Erden. Was wir Leben nennen, ist doch in Wahrheit langsames Sterben. Es ist ein Hinauszögern des sicheren Todes. Aber für uns ist es die Gelegenheit, Gott zu zeigen, dass wir es doch wert sind; dass doch Demut und Gutes in uns steckt. Gott scheint eine Menge Geduld zu haben und sogar jene zu lieben, die seine Schöpfung zerstören.

Den Tod überwinden

Der "letzte Feind der Menschen" ist der Tod.[2] Der Tod ist die Strafe für die Rebellion gegen Gott, die wir uns durch unseren Selbstverwirklichungs-Wahn zugezogen haben. Da der Allmächtige konsequent ist, müssen wir sterben. Aber da er auch gnädig ist, wird er uns wieder zu neuem Leben auferwecken:

"... Gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden."
– 1. Brief an die Korinther, Kapitel 15,22

Dieser Jesus Christus hat die Macht, uns wieder lebendig zu machen. Durch ihn können wir einen neuen Körper bekommen und nach Eden zurückkehren. In Anbetracht des ewigen, "sehr guten" Lebens dort ist unser beklagenswertes Leben im Diesseits geradezu bedeutungslos. Schon allein deshalb kann das Leid dieser Welt keine Begründung für den Unglauben sein. Der irdische Körper jedes Menschen muss sterben. Es ist die Konsequenz des Sündenfalls und bestätigt sogar Gottes Worte. Doch danach besteht die Möglichkeit, einen neuen, unsterblichen Körper zu erlangen. Deshalb steht geschrieben:

"Kostbar ist in den Augen des Herrn der Tod seiner Getreuen."
– Die Psalmen, Kapitel 116,15

"... Habe ich etwa Gefallen am Tod des Gottlosen, spricht Gott, der Herr, und nicht vielmehr daran, dass er sich von seinen Wegen bekehrt und lebt?"
– Prophet Hesekiel, Kapitel 18,23

Der Tod ist nur aus Sicht der Überlebenden schlimm. Aus Gottes Sicht (und vermutlich auch aus Sicht der Verstorbenen) ist der Tod nur eine Art Schlaf, ein Übergang zum wirklichen Leben. Wenn wir eines Tages in Gottes neuer Welt erwachen, wird uns das Leid im Diesseits vielleicht nur wie ein verschwommener Traum vorkommen.

Was sagt Jesus dazu?

Als Jesus und seine Jünger an einem blinden Mann vorbeikamen, fragten ihn seine Jünger, ob die Blindheit des Mannes von Geburt an auf seine eigenen Sünden oder auf die seiner Eltern zurückzuführen sei. Jesus erklärte, dass weder das eine noch das andere zutreffe. Der Mann wurde blind geboren, damit Gott seine Macht demonstrieren konnte. Das tat Gott, indem er den Blinden heilte.[3]

Jesus diskutierte auch die Frage, warum 18 Juden auf tragische Weise starben, als der Turm von Siloah einstürzte. Jesus sagte etwas, das direkt auf heutige Tragödien wie den Terroranschlag auf das World Trade Center anwendbar ist:

"Erinnert euch an die 18 Leute, die starben, als der Turm von Siloah einstürzte. Glaubt ihr wirklich, dass ausgerechnet sie die schlimmsten Sünder in Jerusalem waren? Nein! Aber wenn ihr euer Leben nicht ändert, wird es euch ebenso ergehen."
– Evangelium nach Lukas, Kapitel 13,4

Tausende von Menschen starben bei dem Anschlag auf das World Trade Center, doch die Milliarden Menschen, die die Katastrophe sahen oder davon hörten, werden eines Tages auch sterben – weil allen Menschen wegen der Sünde die Strafe des körperlichen Todes gegeben wurde. Aber der Tod ist nicht das Ende.

"Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten."
– Die Psalmen, Kapitel 126,5


Verwendete Literatur

[1] Interview von Jane Clayson mit Anne Graham Lotz am 13. September 2001 in der CBS' Early Show
[2] 1. Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 15,26
[3] Evangelium nach Johannes, Kapitel 9,1-7

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Kommentare

Shoshanyah
2.) Laut der biblischen Prophezeiung wird Christus in den letzten Tagen der Welt ein 1000-jähriges Friedensreich errichten und die Erde wieder zu dem Paradies machen, das sie einmal war. Aber danach heißt es: "... Wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan losgelassen werden aus seinem Gefängnis und wird ausziehen, zu verführen die Völker an den vier Enden der Erde, Gog und Magog, und sie zum Kampf zu versammeln; deren Zahl ist wie der Sand am Meer." (Offenbarung Kap. 20,7+8). Das bedeutet, es wird wieder genau die Situation eintreten, die bereits ganz am Anfang bei Adam und Eva gewesen ist! Nur, dass dann nicht zwei Menschen auf die Probe gestellt werden, sondern Milliarden.
Das finde ich eine gute Überlegung!! Aber ob sie stimmt?
Bis jetzt nahm ich immer an das die verführten Völker sich bereits gegen Gott entschieden haben bevor sie den letzten Aufstand mit Satan, zum letzten Kampf antreten werden. Es steht ja das die Überwinder die wegen der Verweigerung das Tier anzubeten starben und diese auferweckt werden um mit Christus 1000 Jahre zu regieren. (1. Auferstehung) und die andern eben erst nach den 1000J.
Offbg.20.5 Die übrigen der Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die 1 000 Jahre vollendet waren.
Dies führt zu meiner Schlussfolgerung!

Und zum Verständnis des Wortes Seele (und ihrer Unsterblichkeit? )habe ich vor Kurzem eine gute Erklärung gefunden, sicherlich darf ich einen Abschnitt hier reinkopieren, denn m.E. hat der recht.
"Im Tanach kommt `Seele´für zwei verschiedene Bereiche vor:
Seele an sich, aber auch `Seele´für `Person´bzw. Lebewesen (mit Blutkreislauf). Das bedeutet im Fall deiner Frage, dass wir Beide in den verschiedenen Ausgaben als `lebende Seelen´präsentiert bekommen.
Wie es scheint, gilt eine Seele zugleich auch als Person. Tiere sind in dem Zusammenhang nicht ausgeschlossen.
Im ersten Kapitel Genesis steht ja zu einem solchen Geschöpf: "...in dem Geistwind der Lebenden (ist)". "Eine jede Seele, in der der Geist des Lebens alles Fleisches ist...", finden wir in der Elberfeld, revidiert.

Somit besteht keine deutliche Trennung zwischen tierischem Lebewesen und Seele. Ethymologisch betrachtet, sprechen wir auch von "so und so viel Seelen- Orten" und meinen die Einwohnerzahl. Weiter steht in Genesis:
"Wer immer das Blut eines Menschen vergießt- ob Tier oder Mensch- von dessen Hand werde Ich das Blut/die Seele des Gemordeten fordern... Diese Seele soll sterben!"

Da eine Seele selber nicht sterben kann, sie ist abiologisch, ist hier das ganze Lebewesen gemeint. "Eine lebende Seele" umfasst also den gesamten Organismus und nicht nur einen Teil des Ganzen. So wurde Adam durch das Empfangen des Geistwindes "des Lebens allen Fleisches" eine "lebende Seele".

Dieser Lebensgeist ist wie die Mitochondrien eines Organismus: Motor und Energiegenerator, ohne den das Leben unmöglich wäre.

Deshalb übergab Jeschua bei seinem Sterben "den Geist", aber von seiner Seele ist nirgends die Rede. Im Kapitel 53 JeschaJahu goss der leidende Knecht für YisraEl "seine Seele in den Tod". Wir sehn, dass die Seele unmittelbar mit vergossenem Blut zusammenhängt."

P.S. dies ist aus einem Forum, was ich aber weder weiterempfehlen noch verlinken möchte, ich hoffe das ist erlaubt?!
Shalom Susanna, eine Schwester von Maggie :-)
Geschrieben am 24. April 2013 um 20:25 Uhr
Xeno
Der freie Wille, der nicht real ausgelebt werden kann, ist sicher in Thema wert, du kannst es ja mit dem berühmten goldenen Käfig gleichsetzen und dir nochmal die Geschcihte mit dem Damokles-Schwert anschauen ;)

Aber Leid und Tod gibts ja vorrangig, weil wir zum einen nicht perfekt sind, und folglich Fehler machen MÜSSEN (wäre nur eine Frage der Zeit, bis was derartiges passiert wäre). Zum anderen wurden Adam und Eva auch noch mit etwas zusammen gesetzt, was nur übel enden konnte... Wenn die Früchte des Baumes verboten sind und so eine schwere Strafe nach sich zieht, hätte heutzutage jeder normale Mensch den nie mit seinen Kindern zusammen gestellt oder wenn es planungstechnisch nicht anders ging, das man die eben nicht trennen konnte, dann wenigstens eine ordentliche Absperrung drumrum gebaut und seine Aufsichtspflicht nicht vernachlässigt. Erst recht nicht, wenn man da noch so einen Verführer frei rumlaufen lässt, von dem er ja weiss, das der nichts gutes mehr im Schilde führt, das ist eigentlich grob fahrlässig.
Mh, nein ists nicht, denn "grob fahrlässig" wäre ein Fehler, und sowas macht Gott nicht, also hat er das ganze eigentlich wissentlich so aufgebaut :p Wie sagte es mal Mittermeier, Gott wollte die Ureinwohner schonmal aus dem Paradies raus haben, damit er dann leichter ans Erdöl rankommt ^.^

Also zusammengefasst:
- nicht perfekte Wesen, welche folglich nicht perfekt, also durchaus fehlerhaft agieren
- eine nicht gesicherte Gefahrenquelle im selben Zugangsbereich
- jemand, der uns schlechtes will und auch alle Macht dazu hat, wird ebenfalls unbeaufsichtigt zu den Wesen gelassen (ein Vertreter ist doch nix gegen den, und was die schon anstellen können, hröt man zur Genüge ;) )
- Eine Aufsichtsperson, die das alles trotz besseren Wissens zulässt, duldet, nicht verhindert

Hab ich was wesentliches vergessen? *s*

Übrigens denke ich, kannst du uns auch nicht mehr mit Adam und Eva vergleichen, die waren einzigartig, und keiner kann sagen, das er anders oder genau so gehandelt hätte. Denn denen fehlte etwas, was wir mittlerweile haben. WIR haben schon die Erkenntnis, die ihnen vorher fehlte (das war ja auch pure Absicht). Allerdings sind wir auch nicht mehr im Paradies, wir haben jetzt dank den beiden eine recht konkrete Vorstellung, was Strafe, Leid, Schmerz und Tod heisst, das Wissen fehlte den beiden ebenfalls.
Geschrieben am 12. Februar 2013 um 15:52 Uhr
Xan (www.lightwish.de)
Dann ist unser Hauptproblem jetzt der freie Wille. Darüber sollten wir aber anderswo sprechen. Ich kann ja einen Blog-Eintrag zu dem Thema machen, dann können wir dort diskutieren.

Nur so viel: Die Aussagen der Bibel über eine so genannte "Hölle" sind mit Vorsicht zu genießen. Das, was allgemein als Hölle bezeichnet wird, ist eine Erfindung der Kirche (und/oder der Einfluss des Korans). Die Bibel nennt zwar zwei "Seins-Zustände" im Jenseits – aber das sind nicht "Himmel und Hölle" sondern "Leben und Nicht-Leben".

Und dann war da noch die Frage, wo die Seelen herkommen. Die Schrift sagt dazu: "Du [Gott] bist es ja auch, der meinen Körper und meine Seele erschaffen hat, kunstvoll hast du mich gebildet im Leib meiner Mutter." (Psalm 139,13) Das ist die Übersetzung der Neuen Genfer Übersetzung. Wörtlich steht hier nicht "Körper und Seele" sondern "Nieren", denn im Hebräischen gelten die Nieren sinnbildlich als Sitz der Gefühle.

Somit denke ich, dass jede einzelne Seele von Gott erschaffen wurde. Du hast es zwar etwas plump, aber durchaus sympathisch auf Xeno-typische Art mit einem Fließband erklärt, aber prinzipiell ist das gar nicht so falsch.

Es sei denn, Seelen sind nicht nur unsterblich, sondern komplett zeitlos. Wäre ja denkbar. Vielleicht hat Gott alle Seelen außerhalb der Raumzeit erschaffen, und sie "erwachen" erst dann, wenn sie bei der Geburt eines zeitgebundenen Körpers an diesen gekoppelt werden?
Geschrieben am 11. Februar 2013 um 22:30 Uhr
Xeno
So, das "Brot" ist fertig, schmeckt interessant, dafür das so viele wohl brotuntypische Zutaten drin sind ^.^

Wäre es anmaßend, den Schenker anzuklagen? Kommt drauf an, und ich würde mitunter zu einem "nein" tendieren. Denn es ist ja so, da wurde nicht mal eben irgend was erschaffen, keine trockene Nuss, kein lebloser Stein, sondern fühlende und empfindende Wesen, Menschen. Diese wurden unvollständig erschaffen, anfällig für Fehler und Verführung und dem Wissen fremd, was Recht und Unrecht ist... heute nennt man sowas wohl "naive Tölpel". Wir sind fehlbar, weil wir genau so erschaffen wurden, wir sind vom Meister dazu auserwählt und geradezu bestimmt worden, Fehler zu machen. Und mal ehrlich, da braucht es nicht sonderlich viel Vorstellungskraft, um sich denken zu können, das etwas unvollständig bzw nicht perfekt konstruiertes eben irgendwann einen Fehler macht. Das ist die logische Konsequenz davon, es wäre sogar sehr untypisch, würde kein Fehler auftreten.

Haben Adam und Eva vor Satans Einflüsterungen oder erst als Folge davon und aufgrund ihrer Gott gegebenen Schwäche und des fehlenden Unrechtsbewusstseins den Blödsinn verzapft?
Mal ernsthaft, wer stellt eine verbotene Sache an einen Ort, wo solche naiven Trottel rumrennen? Und lässt dann auch noch wissentlich den größten Verführer aller Zeiten frei rumlaufen und natürlich auch zu den beiden, anstatt ihm mal Einhalt zu gebieten.
Welcher verantwortungsbewusste Vater würde ein Kind so einer Situation aussetzen? Er hätte wissen müssen, das die Kombination nicht gut geht (und er wusste es ohnehin, Allwissen), und wenn er es nicht wissen wollte, machts das nur noch schlimmer.

Hast du schonmal von Menschen gehört, gehören glaub ich zu den Autisten, denen das sogenannte Gefahrenbewusstsein komplett fehlt? Die können keine Gefahr erkennen, selbst wenn du sie noch so eindrücklich davor warnst, die würden dir trotz dieses Wissens sehenden Auges in ein Feuer oder eine laufende Säge rennen, oder mit wilden Raubtieren spielen wollen (und auch machen, wenn sie keiner zurück hält).
Adam und Eva gings doch ähnlich, die kannten keine Strafe, sie hatten ja noch nie vorher was angestellt, was bestraft werden musste, und warum sollten sie auch davon ausgehen, das es was böses (haha, gut und böse kannten sie auch noch nicht ^.^) sei, oder was dieses Wort überhaupt bedeutet.
Na gut, danach wussten sies, und wurden gleich rausgeschmissen. Jut, sie haben einen Fehler gemacht, sie wurden verbannt, oben drauf noch sterblich, und als ob das nicht noch genug sei, sind sie nun nicht mehr im Paradies sondern in einer weniger freundlichen Welt.

Man möge meinen, das sei Strafe genug, aber nein, das ist ja alles nichts gegen das tolle Ende aller Tage ;) Wenn mit dem Tod wenigstens alles komplett vorbei wäre, dann wäre ja gut, aber so wird uns von allen großen Religionen und Glaubensgemeinschaften stets ein ähliches Damoklesschwert übers Haupt gehängt, und das ist auch hier nicht anders.

Nach dem Tod soll eben nicht einfach Ende und Schicht im Schacht sein, neee, da gehts weiter, und wie. Das Paradies taugt dabei nicht unbedingt als Lockmittel, deswegen gibts ja noch die Hölle, wo sich jeder seinen persönlichen Alptraum ausmalen darf, der dann tausendfach Realität wird ^.^

Aus großer Macht folgt bekanntlich große Verantwortung, Man kann darüber streiten, ob die Strafe der Sterblichkeit zuviel ist oder genau richtig, um die Lektion zu lernen... aber was soll das bitte noch mit der Hölle nach dem Tod? Erinnert irgendwie immer an Zuckerbrot und Peitsche, nur das die Peitsche hier noch ein in schmerzsteigerndes Gift getränktes Stück Stacheldraht ist anstatt ner einfachen Bullenpeitsche.

Wir sind in dieser Welt und unter diesen Bedingungen , unter dem Damoklesschwert namens "Hölle" genau so frei, wie die Geißel, der man eine Pistole auf die Brust setzt und ihr sagt, das alles gut wird, wenn sie nur das macht, was man ihr sagt, ansonsten... Wir sind genau so frei wie die Sklaven in Ketten unter den Peitschen ihrer Meister. Unser freier Wille heisst endloser Schmerz und Vernichtung, wenn wir ihn verwenden, um tatsächlich eine andere Entscheidung zu treffen, als zu Gott zu gehen.

Wie gesagt, wenn mit dem sterblichen Tod einfach Ende wäre, ohne Hölle, sondern einfach nur aufhören zu existieren, dann wäre es ok, denn tod heisst nicht für jeden Bestrafung. Dann könnten auch alle die wollen, getrost zum Paradies tänzeln, hätte keiner was dagegen.
Geschrieben am 11. Februar 2013 um 22:04 Uhr
Xeno
Ok, danke erstmal für die Antwort, aber die größte Frage war ja:

Wo kommen die Seelen her? ;)


Den Rest werd ich mir nachher in Ruhe durchlesen, bin grade beim Brot backen ^.^ oder so... denke ich... naja... äh, es gibt doch Brote mit Dill, Majoran, Bohnenkraut, Paprika, Pfeffer, Rosmarin. Curry.. oder? *grübel* ^.^
Geschrieben am 11. Februar 2013 um 20:11 Uhr
Xan (www.lightwish.de)
Du hast das Problem im Kern getroffen. Da habe ich mir auch schon oft Gedanken drüber gemacht.

Erstmal müssen wir sicherstellen, dass wir diese Frage im richtigen Licht betrachten. Ich habe im obigen Text bereits erwähnt, dass wir Gott keinesfalls irgendwelche Schuld zuschieben können. Das Leben im Paradies war ein Geschenk, das Adam und Eva unverdient bekommen haben. Ebenso ist das Leben im Diesseits ein unverdientes Geschenk, auch wenn es nicht ganz so toll ist. Aber wie anmaßend wäre es, den Schenker anzuklagen, weil er uns gegenüber Adam und Eva "benachteiligt" hat? Es steht uns nicht zu.

Wir können also nur darüber rätseln, warum Gott nicht jedem Menschen ewiges Leben gibt und es erst dann wegnimmt, wenn wir es vermasseln. Da habe ich verschiedene Erklärungsversuche. Zum Beispiel:

1.) Der biblische Gesamtzusammenhang zeigt, dass Gott den Menschen nicht immer als Individuum betrachtet, sondern oft auch als Kollektivum. ("Adam" ist das hebräische Wort für "Mensch".) Vielleicht hat Gott vorausgesehen, dass jeder Mensch genau so handeln würde, wie Adam, und hat uns deshalb das Paradies von Anfang an verwehrt. Adam wäre sozusagen der Präzedenzfall. Natürlich könnten wir jetzt behaupten, dass wir nicht so gehandelt hätten, wie Adam. Aber ich für meinen Teil würde das nicht so vorschnell behaupten. Schließlich merke ich anhand der Probleme und Versuchungen des Diesseits jeden Tag, wie fehlbar ich bin.

2.) Laut der biblischen Prophezeiung wird Christus in den letzten Tagen der Welt ein 1000-jähriges Friedensreich errichten und die Erde wieder zu dem Paradies machen, das sie einmal war. Aber danach heißt es: "... Wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan losgelassen werden aus seinem Gefängnis und wird ausziehen, zu verführen die Völker an den vier Enden der Erde, Gog und Magog, und sie zum Kampf zu versammeln; deren Zahl ist wie der Sand am Meer." (Offenbarung Kap. 20,7+8). Das bedeutet, es wird wieder genau die Situation eintreten, die bereits ganz am Anfang bei Adam und Eva gewesen ist! Nur, dass dann nicht zwei Menschen auf die Probe gestellt werden, sondern Milliarden.

Was deine andere Frage betrifft: Ich denke nicht, dass das Böse erst aufgrund der Sterblichkeit entstanden ist. Auch die Engel (denen ich mal Unsterblichkeit unterstellen würde) haben das Potenzial zum Bösen, wie wir von Luzifer wissen. Und eben dieser war es, der das Böse in unsere Welt "importiert" hat. Selbstverständlich hat Gott zugelassen, dass Luzifer die Menschen vor die Wahl stellt, auf wen sie hören wollen. Ich würde sagen, das ist Teil des Projektes "freier Wille".

"Gott müsste allmachtsbedingt auch niemanden töten, um das Böse auszuradieren." => Stimmt. Er könnte sich vieles sparen. "Charaktermodifikation" beeinträchtigt aber ebenfalls den freien Willen.
Geschrieben am 11. Februar 2013 um 18:31 Uhr
Xeno
Bei diesen Geschichten über Leid und Tod und das es ja (angeblich ;) ) nur so sei, weil so viele Gott ablehnen, stellt sich mir immer mal wieder eine Frage, allerdings weniger das Ende betreffend sondern viel mehr den Anfang.

Wo kommen unsere Seelen eigentlich her?

Von Adam und Eva ists ja bekannt, die wurden geschaffen, sagt das Buch. Aber jeder Mensch hat eine Seele, und die Nachkommen stammen damit ja nicht mehr direkt von Gott ab, unsere heutige Generation ein paar tausend Jahre später wohl definitiv nicht. Trotzdem hat jedes Neugeborene eine Seele, die wahlweise am Ende gen Himmel oder Hölle reisen darf.

Kommen all die anderen Seelen auch von Gott oder ists ein Selbstläufer, steht da vielleicht irgendwo eine Fabrik, in der am Fließband Seelen gefertigt werden, welche dann den Neugeborenen bei ihrer Entstehung mit eingesetzt werden?

Es ist für mich gerade deshalb interessant, weil offensichtlich nur Adam und Eva Mensch jemals das Paradies zuerst gesehen hatten, und danach die Welt ausserhalb des Paradieses. Bei allen späteren Nachkommen war es anders, die waren augenscheinlich direkt in die ach so kalte und grausame Welt geworfen, und durften darin aufwachsen und nicht im Paradies. Wir alle sind dann in der brutalen Welt aufgewachsen, mussten uns mit ihr und ihren nicht ganz so paradiesischen Regeln und Zuständen seit unserer Geburt rumschlagen...

Wer ausser Adam und Eva war vorher schonmal im Paradies und wurde rausgeschmissen, weil er Mist gebaut hatte? Hand hoch bitte :/

Ist daher nicht die Frage berechtigt, warum es Leid und Tod alias das Nicht-Paradies namens heutige Welt für uns gibt, wo augenscheinlich nur die ersten beiden etwas verbotenes getan hatten und alle daraus folgenden Menschen trotzdem gleich mit draussen bleiben mussten?
Steht in der Bibel irgendwo, dass Gott oder irgend ein Engel irgend einem Neugeborenen die Chance gegeben hat, direkt nach der Geburt erstmal wieder ins Paradies zu kommen, um sich zu bewähren? Sollte er genau den gleichen Mist machen wie Adam und Eva, hätten sie ihn immer noch wieder rausschmeissen können, aber so... haben wir alle doch nie die Chance gehabt und sollen letztlich für etwas bezahlen, was andere angestellt haben.
Warum also soll man sich jemandem verbunden fühlen, der gleich alle in die nun kalte Welt schmeißt? Wie soll da überhaupt erstmal wer auf die Idee kommen, das es unsere Schuld ist? (ists denn unsere/die der Nachkommen?)

Was denkst du, würde dein Kind in der sprichwörtlichen Hölle aufwachsen und tagtäglich von den ihr zugeschriebenen Grausamkeiten umgeben sein und nur diese kennen lernen, was denkst du, was für einen Charakter es entwickeln würde? Würde es die tagtäglich erlebte Gewalt, Leid und Qual als normal anerkennen, weil es da nichts anderes gibt und sich entsprechend genau so verhalten, oder zu einem guten, aufrechten, geradezu heiligen werden? ;)

Und nebenbei gefragt: Wenn die Welt von Anfang an gut, also wirklich gut, im Sinne von perfekt gut und damit frei von Bösen war, was soll man dann eigentlich mit der Gabe Gut-Böse-Unterscheiden anstellen, wenn es garnichts böses auf der Welt gab?
Und wie soll das Böse entstehen, nur weil man auf einmal sterblich ist? Ein Mensch, genau wie jedes andere Lebewesen wird nicht spontan böse, weil es auf einmal sterben muss oder sterblich wird, dann würde es als (alter aber trotzdem) guter Mensch/Lebewesen sterben. Ebenso wenig wird die Welt auf einmal ein lebensfeindlicherer oder böserer Ort, nur weil auf einmal sterbliche darüber wandeln. Das Böse müsste den Menschen erstmal beigebracht werden, oder generell auf die Welt importiert werden. Wer hat das eigentlich zugelassen oder veranlasst? ^.^

PS: Gott müsste allmachtsbedingt auch niemanden töten, um das Böse auszuradieren. Und da reicht eigentlich schon eine Charaktermodifikation ;)
Geschrieben am 11. Februar 2013 um 16:42 Uhr