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Russell Crowe als Noah


Russell Crowe als Noah im Film von Darren Aronofsky
Russell Crowe als Noah im Film von Darren Aronofsky

Mir scheint, Hollywood ist nun endgültig auf den Trichter gekommen, dass man mit biblischen Geschichten ganz grandiose Blockbuster machen kann. Jedenfalls dürfen wir nächstes Jahr einen viel versprechenden Russell Crowe als Noah bestaunen:

Erstellt am 30. Dezember 2013 um 23:35 Uhr von Xan
Kategorie: Aktuell
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Das Problem mit Jesu Stammbaum


Wer in der Bibel nach Widersprüchen sucht, wird schnell fündig. Scheinbar jedenfalls. In Bezug auf das Geschlechtsregister von Jesus Christus musste ich feststellen, dass es in kaum einem anderen Kapitel so viele Unklarheiten auf einem Fleck gibt.

Prüft alles, da Gute behaltet.
Prüft alles, da Gute behaltet.

Das Geschlechtsregister von Jesus Christus wurde sowohl im Matthäus-Evangelium als auch im Lukas-Evangelium überliefert. Die beiden Versionen unterscheiden sich gravierend voneinander, was viele Leute zum Anlass nehmen, die Autorität der gesamten Bibel in Frage zu stellen. Dabei ist das Problem sehr leicht zu lösen: Der eine Stammbaum führt wahrscheinlich über Jesu Mutter Mirjam, der andere über seinen Stiefvater Joseph. Im Artikel "Prophezeiungen über Jesus Christus" habe ich das mal schön bildlich dargestellt. Soweit so gut, doch es gibt noch ein viel schwierigeres Problem. Schauen wir uns mal den Bericht von Matthäus an:

"Geschlechtsregister Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams. Abraham zeugte den Isaak; Isaak zeugte den Jakob; Jakob zeugte den Juda und seine Brüder; Juda zeugte den Perez und den Serach mit der Tamar; Perez zeugte den Hezron; Hezron zeugte den Aram; Aram zeugte den Amminadab; Amminadab zeugte den Nachschon; Nachschon zeugte den Salmon; Salmon zeugte den Boas mit der Rahab; Boas zeugte den Obed mit der Ruth; Obed zeugte den Isai; Isai zeugte den König David.

Der König David zeugte den Salomo mit der Frau des Uria; Salomo zeugte den Rehabeam; Rehabeam zeugte den Abija; Abija zeugte den Asa; Asa zeugte den Josaphat; Josaphat zeugte den Joram; Joram zeugte den Usija; Usija zeugte den Jotam; Jotam zeugte den Ahas; Ahas zeugte den Hiskia; Hiskia zeugte den Manasse; Manasse zeugte den Amon; Amon zeugte den Josia; Josia zeugte den Jechonja und dessen Brüder zur Zeit der Wegführung nach Babylon.

Nach der Wegführung nach Babylon zeugte Jechonja den Schealtiel; Schealtiel zeugte den Serubbabel; Serubbabel zeugte den Abihud; Abihud zeugte den Eljakim; Eljakim zeugte den Asor; Asor zeugte den Zadok; Zadok zeugte den Achim; Achim zeugte den Eliud; Eliud zeugte den Eleasar; Eleasar zeugte den Mattan; Mattan zeugte den Jakob; Jakob zeugte den Joseph, den Mann der Maria, von welcher Jesus geboren ist, der Christus genannt wird.

So sind es nun von Abraham bis zu David insgesamt vierzehn Generationen und von David bis zur Wegführung nach Babylon vierzehn Generationen und von der Wegführung nach Babylon bis zu Christus vierzehn Generationen."

– Evangelium nach Matthäus, Kapitel 1,1-17

Jesus Christus ist sowohl über Mirjam als auch über Joseph ein Nachkomme König Davids.
Jesus Christus ist sowohl über Mirjam als auch über Joseph ein Nachkomme König Davids.
Der Autor trennt das Geschlechtsregister in drei 14er-Blöcke. Sein Interesse an dieser Zahl ist schleierhaft, vielleicht sollte es als Merkhilfe dienen, oder er wollte die besondere Bedeutung der Abstammung von König David hervorheben, denn der Zahlenwert des Namens "David" beträgt vierzehn. Auf jeden Fall musste Matthäus ganz schön murksen, um den Stammbaum in drei 14er-Blöcke zu quetschen. Ein Vergleich mit 1. Chronik 3,10-12 zeigt, dass er vier Generationen übersprungen hat, um das Register abzukürzen. Das wäre nicht weiter tragisch, denn im Sprachgebrauch der Bibel kann auch ein Enkel als "Sohn" seines Großvaters bezeichnet werden. Jesus wurde auch "Sohn Davids" genannt, obwohl mindestens 30 Generationen dazwischen liegen. Das Problem ist viel mehr, dass in der Namensliste von Matthäus trotz Auslassungen ein Name zu viel steht! Von David bis zur Wegführung nach Babylon sollten 14 Generationen stehen. Doch wer genau nachzählt, wird feststellen, dass Matthäus 15 Namen nennt.

Ein Erklärungsversuch besagt, dass David hier nicht mitgezählt werden darf, da er bereits im ersten 14er-Block genannt wurde. Aber dann dürfte streng genommen auch Jechonja im dritten Block nicht mitgezählt werden, womit dort nur noch 13 Namen stünden. Im Kommentar der John McArthur-Studienbibel wird vorgeschlagen, dass Jechonja sowohl im zweiten als auch im dritten Block stehen muss, weil er sowohl die letzte Generation vor dem babylonischen Exil repräsentiert als auch die erste Generation nach dem Exil. Das scheint mir dann aber doch zu sehr konstruiert. Außerdem sagt Matthäus ausdrücklich, dass es von *David* bis zur Wegführung 14 Generationen sind, nicht von Salomo bis zur Wegführung.

So weit, so schlecht, also hab ich Google gefragt und bin dadurch auf die Website prueft-alles.com gestoßen, deren Autor Maurits im übrigen ein sehr nobles Motto verfolgt. Er hat auch sogleich eine klare und einfache Lösung des Namen-Problems gefunden. Hätte ich mal den Bibeltext genauer gelesen, hätte ich auch selbst drauf kommen können: Matthäus nennt zwar im zweiten Block 15 Namen, aber der letzte Name, Jechonja, sollte nicht mitgezählt werden. Warum? Ganz einfach. Es heißt ja nicht, dass es von David bis zu Jechonja 14 Namen sind, sondern von David bis zur Wegführung. Matthäus nimmt hier keine Person als Fixpunkt, sondern ein Ereignis. Und der Bibeltext verrät uns, dass Jechonja "zur Zeit" der Wegführung geboren wurde. Genau genommen war er gerade mal 18 Jahre alt und erst seit 3 Monaten König, als Nebukadnezar vor den Toren Jerusalems stand (2. Könige 24,8-12). Aber Jechonjas Generation war faktisch die erste nach der Wegführung. Er selbst zeugte auch erst nach dem Exil Söhne. Und genau darum geht es Matthäus. So kämen wir auf folgende Dreiteilung:

1. Abraham – 2. Isaak – 3. Jakob – 4. Juda – 5. Perez – 6. Hezron – 7. Aram – 8. Amminadab – 9. Nachschon – 10. Salmon – 11. Boas – 12. Obed – 13. Isai – 14. David

1. David – 2. Salomo – 3. Rehabeam – 4. Abija – 5. Asa – 6. Josaphat – 7. Joram – 8. Usija – 9. Jotam – 10. Ahas – 11. Hiskia – 12. Manasse – 13. Amon – 14. Josia

1. Jechonja – 2. Schealtiel – 3. Serubbabel – 4. Abihud – 5. Eljakim – 6. Asor – 7. Zadok – 8. Achim – 9. Elihud – 10. Eleasar – 11. Mattan – 12. Jakob – 13. Joseph – 14. Jesus

Das klingt doch einigermaßen logisch, wie ich finde, auch wenn es unserem westlichen Sinn nach Ordnung und Gleichheit etwas widerstreben mag. Die Hebräer sind da eben ein ganz eigenes Völkchen. Und wer sich nach all den Namen und Zahlen immer noch am Kopf kratzt und skeptisch drein guckt, dem kann ich beruhigt sagen:

"Die törichten Streitfragen aber und Geschlechtsregister, sowie Zwistigkeiten und Auseinandersetzungen über das Gesetz meide; denn sie sind unnütz und nichtig."
– Brief an Titus, Kapitel 3,9

Shalom :-)

Erstellt am 15. Dezember 2013 um 00:37 Uhr von Xan
Kategorie: Geschichte & Mythologie
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25 Sintflut-Sagen im Vergleich


Die Arche auf den Wassern der Sintflut (c) Vicky Gitto & Andrea Fumagalli, www.yr.com
Die Arche auf den Wassern der Sintflut (c) Vicky Gitto & Andrea Fumagalli, www.yr.com

Das alte "Märchen" von Noah und der Sintflut dürfte allgemein bekannt sein. Nicht ganz so populär sind die vielen anderen Sintflut-Berichte aus den exotischsten Teilen der Welt, die zwar grenzenlos fantasievoll und nicht selten absurd klingen, sich aber im Kern mit der hebräischen Sintflut-Sage decken, die wir aus der Bibel kennen. Tatsächlich gibt es mehrere hundert solcher Legenden, was auf eine kollektive Erinnerung im Bewusstsein der Völker hindeutet.

Nach mehreren Wochen Recherche kann ich endlich das Ergebnis meiner Arbeit präsentieren: Eine Übersicht, die 25 verschiedene Sintflut-Sagen in direkten Vergleich stellt und die Gemeinsamkeiten mit dem hebräischen Sintflut-Bericht aufzeigt.

25 Sintflut-Sagen im Vergleich
25 Sintflut-Sagen im Vergleich
Für eine besonders große Darstellung kannst du folgenden Direktlink in die Browserzeile eingeben: www.lightwish.de/images/tab-flood-legends.jpg

Im Übrigen sei noch angemerkt, dass ich bereits die Geschichten aussortiert habe, die offensichtlich vom biblischen Flutbericht beeinflusst worden sind. Die Ureinwohner Amerikas oder Australiens gaben ihre Flutgeschichten oft mündlich an europäische Forschungsreisende weiter. Somit kann nicht immer ausgeschlossen werden, dass die Eingeborenen während der Kolonialzeit von christlichen Missionaren beeinflusst wurden und ihre Flutgeschichte auch nur von diesen übernommen haben. Bei den meisten Flutberichten existiert allerdings eine schriftliche Grundlage, die nicht von übereifrigen Christen interpoliert wurde. (Beispielsweise ist der sumerische Flutbericht im Gilgamesch-Epos mehr als 2.000 Jahre älter als das Christentum selbst.)

Hier geht`s zum allgemeinen Sintflut-Artikel, in dem ich auch begründe, warum ich die Geschichte für gar nicht so unrealistisch halte. Weitergabe erwünscht !

Das war`s dann wieder von mir. Viel Spaß beim Erforschen der alten Kulturen, ich jedenfalls hab jetzt erst mal genug davon ... ;-)

Erstellt am 23. Oktober 2013 um 16:28 Uhr von Xan
Kategorie: Geschichte & Mythologie
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There is always a bigger fish...


Ein "großer Fisch", der Noah verschluckt haben könnte (c) Unbekannt
Ein "großer Fisch", der Noah verschluckt haben könnte (c) Unbekannt

Ist es möglich, dass der arme Prophet Jona drei Tage und drei Nächte im Magen eines Fisches überlebte, wie es die Bibel überliefert? Nun, vor etwa 120 Jahren gab es einen ähnlichen Fall. Hier ist die komplette Story:

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Im Februar 1891 befand sich das Walfangschiff Star of the East in der Nähe der Falklandinseln auf der Jagd nach Walen. Eines Morgens sichtete man in drei Meilen Entfernung (ungefähr 5,5 km) einen Wal. Zwei kleine Boote wurden zu Wasser gelassen. Der Harpunierer schoss und traf den Wal. Das Tier war außerordentlich groß. Wegen seiner Verletzung gab es seltsame Laute von sich. Es schwamm in rasender Geschwindigkeit fort, wobei es die Männer im Boot mitschleppte. 5 Meilen schwamm der Wal geradeaus, dann wendete er und kam fast genau dorthin zurück, wo er von der ersten Harpune getroffen wurde. Vom zweiten Boot erhielt das Tier einen weiteren Harpunenstoß. Der Schmerz machte den Wal offensichtlich rasend, denn er tobte so fürchterlich, dass Boote versuchten, außerhalb der Reichweite des Tieres, das sich anscheinend im Todeskampf befand, zu gelangen. Ein Boot schaffte es, das andere aber hatte weniger Glück. Der Wal stieß dagegen und warf es um. Die Männer fielen ins Wasser, und bevor die Besatzung des anderen Bootes sie retten konnte, war einer ertrunken, und James Bartley war verschwunden. Als der Wal vor Erschöpfung ruhiger wurde, suchte man im Wasser nach Bartley, aber er war nicht aufzufinden. Man nahm an, dass er vom Schwanz des Wales getroffen worden und dann auf den Meeresgrund gesunken war.

Der Wal war tot. Die Männer beeilten sich, mit ihrem Werkzeug das Fleisch des Tieres zu zerschneiden und das Fett zu bergen. Am nächsten Morgen ging es weiter. Sie kamen bald bis zum Magen. Als die Arbeiter damit beschäftigt waren, ihn zu reinigen, entdeckten sie zu ihrem Schrecken, dass etwas Zusammengekrümmtes darin lag, das krampfartige Zeichen von Leben äußerte. Der Magen wurde aufgeschnitten. Man fand darin den vermissten Seemann zusammengekrümmt und bewußtlos. Er wurde an Deck gelegt und mit einem Meerwasserbad behandelt. Als er zu Bewusstsein kam, war sein Geist völlig verwirrt. Man verlegte ihn in die Kapitänskabine. Dort blieb er zwei Wochen lang ein tobender Wahnsinniger. Kapitän und Schiffsleute pflegten ihn mit viel Sorgfalt, und schließlich wurde er wieder Herr seiner Sinne.

Nach drei Wochen hatte er sich von dem Schock erholt und nahm seine Arbeit wieder auf. Während des kurzen Aufenthaltes im Bauch des Wales aber, bei dem die Haut des Mannes der Wirkung der Magensäfte ausgesetzt gewesen war, hatte sie sich auf auffällige Weise verändert. Seine Hände und sein Gesicht waren so gebleicht, dass sie weiß wie bei einem Toten aussahen. Die Haut war runzelig geworden. Bartley versicherte, dass er in seinem Fleischgehäuse vermutlich gelebt hätte bis er verhungert wäre, denn er habe die Besinnung nicht aus Mangel an Luft, sondern durch seine Angst verloren.

Nach seinen Berichten erinnerte er sich an das Gefühl, von der Nase des Wales in die Luft gehoben zu werden und wieder ins Wasser zu fallen. Dann habe es ein erschreckendes Geräusch wie von einem Sturz gegeben. Er sei von einer furchtbaren Finsternis umgeben gewesen und habe gefühlt, wie er durch eine Art glatten Gang rutschte, der sich zu bewegen und ihn weiterzutragen schien. Dieses Gefühl habe nur kurz gedauert. Dann habe er gemerkt, dass er mehr Raum hatte. Er tastete seine Umgebung ab, und seine Hände kamen mit einer ihm nachgebenden, schleimigen Substanz in Berührung, die immer dann, wenn er sie anrührte, zurückzuweichen schien.

Schließlich dämmerte ihm, dass er von dem Wal verschluckt worden war, und der Schrecken über diese Lage überwältigte ihn. Er konnte leicht atmen, aber die Hitze war schrecklich. Sie war nicht versengend oder erstickend, sie schien ihm vielmehr seine Lebenskraft aus ihm herauszuziehen. Er wurde sehr schwach, und ihm wurde übel. Er wusste, dass es keine Hoffnung gab, diesem fremdartigen Gefängnis zu entkommen. Er versuchte, dem Tod tapfer entgegenzusehen, aber die grausige Stille, die furchtbare Finsternis, das entsetzliche Wissen um die Umstände und die schreckliche Hitze überwältigten ihn schließlich, und er musste in Ohnmacht gefallen sein. Denn das nächste, woran er sich erinnerte war, dass er sich in der Kabine des Kapitäns wiederfand.

Bartley war kein furchtsamer Mann, aber er sagt, dass es viele Wochen gedauert habe, bevor er eine Nacht schlief, ohne dass quälende Träume von zornigen Walen und den Schrecken seines fürchterlichen Gefängnisses ihn beunruhigt hätten. Die Haut Bartleys hat nie wieder ihr natürliches aussehen zurückgewonnen. Sie blieb gelb und runzelig und sah aus wie altes Pergament.

Die Geschichte wurde von dem französischen Naturwissenschaftler Henri de Parville bestätigt. Er meint, dass die Erzählungen des Kapitäns und der Mannschaft des englischen Walfangschiffes glaubwürdig seien. Dazu bemerkt er: "Es werden viele Fälle berichtet, in denen Wale in der Raserei ihres Todeskampfes Menschen verschluckt haben. Aber dieses ist der erste Fall, bei dem ein Opfer lebend wieder ans Tageslicht kam. Nach dieser Illustration komme ich doch dazu, zu glauben, dass Jona tatsächlich lebend aus dem Wal herauskam, wie es die Bibel berichtet." (Übrigens: Die Bibel spricht stets von einem "Fisch" – nie ausdrücklich von einem Wal. Vielleicht war`s auch der Leviathan ...)

James Bartley blieb ein gezeichneter Mensch. Seine Augen hatten schwer gelitten. An eine Arbeit als Matrose war nicht mehr zu denken. Als schwer sehbehinderter Schuster lebte er noch 13 Jahre in seiner Heimatstadt Gloucester/England. Dort liegt er auch begraben.

Quelle: Arthur Gook, "Can A Young Man Trust?"
Wikipedia-Artikel

Erstellt am 21. Juli 2013 um 14:59 Uhr von Xan
Kategorie: Geschichte & Mythologie
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Der Anti-Terror-Plan von Jesus


Terrorismus ist doch nichts anderes als das Entführen, Verletzen und Töten von unbeteiligten Zivilisten mit dem Zweck, kranke Ansichten und Meinungen durch mörderische und hinterhältige Gewalt zu verbreiten. Jede Art von Terror ist durch nichts, aber auch überhaupt nichts zu rechtfertigen.

Terroristen sind keine Helden, Widerstandskämpfer oder Vorbilder, sondern sie sind nichts anderes als ein ehrloses, brutales und menschenverachtendes Pack, das zu dumm und zu feige ist, ihre Ziele und Ideologien anders zu äußern und zu vertreten. Wie anders ist Jesus und sein Anti-Terror-Plan:

1. Jesus Christus war ein Friedefürst unter den Menschen. Gott hasst Streit und sagt: Selig sind die Friedfertigen, selig sind die Barmherzigen, selig sind die Sanftmütigen (Bergpredigt Matthäus 5-7). Er kam um Leben zu geben, und nicht zu nehmen. Er war das Leben selbst. Er brachte Auferstehung für die Toten (Auferweckung der Tochter des Jairus, des Lazarus) und liebt es, wenn Menschen errettet werden (darüber ist Freude im Himmel, siehe Lukas 15,7). Jesus Christus hatte eine Botschaft: Er schafft Friede zwischen Gott und Menschen, was das Alte Testament in den Psalmen schon oft ankündigt: "Er schafft deinen Grenzen Frieden und sättigt dich mit dem besten Weizen." (Psalm 147,14). Diese Botschaft steht gewalttätigem christlichem Fundamentalismus entgegen.

2. Jesus Christus gibt das Gebot: "Liebt eure Feinde!" und betet für die, die euch verfolgen (Matthäus 5, 43). Der Umgang mit Menschen, die ihm feindlich entgegenstehen, ist friedlich und liebend. Es gibt keine menschliche Vergeltung in der Bibel. Wenn dich einer auf die eine Backe schlägt, so halte ihm auch die andere hin. Diesen Satz kennt selbst jeder Atheist.

3. Jesus selbst verurteilte Petrus sehr hart, als dieser sein Schwert zog und dem Knecht des Hohenpriesters das Ohr abhieb. Seine Antwort war: "Wer das Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommen." (Matthäus 26,52)

4. Die bedeutendste Tat Jesu war sein Opfer am Kreuz. Er opferte keine Menschen, sondern sich selbst. Wo gibt es größere Liebe, als dass sich jemand opfert für andere? (Johannes 15,13)

5. Jesus sagte ausdrücklich, dass es im christlichen Sinne gar nicht zu kämpfen lohnt, denn sein Reich ist nicht von dieser Welt. Jesus antwortete Pilatus: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden darum kämpfen." (Johannes 18,36) Warum aber kämpfte Anders Breivik, der Massenmörder aus Norwegen? In denselbem Sinne bekräftigte auch Paulus im zweiten Korintherbrief, dass wir nicht mit "fleischlichen Waffen" kämpfen, denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht das Schwert, sondern der Glaube und die Worte Gottes (siehe Epheser 6 – die geistliche Waffenrüstung).

6. In der Gegenwart Jesu verwandelten sich gewalttätige in sanftmütige Menschen. Paulus war bis zu seiner Bekehrung ein Verfolger der Gemeinde und tötete Christen. Danach lehrte er in ganz Mediterranien über Nächstenliebe, das Band des Friedens und Zusammenleben in der Gemeinde. Simon der Zelot war einer der Jünger Jesu. Die Zeloten waren Terroristen, die die Befreiung der Juden von der römischen Herrschaft mit Gewalt suchten. Er folgte Jesus drei Jahre lang friedlich nach und änderte sein Denken.

Quelle: www.soulsaver.de/blog/2013/04/der-anti-terror-plan-von-jesus-/

Erstellt am 17. April 2013 um 17:28 Uhr von Xan
Kategorie: Aktuell
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Was ich vom Koran gelernt habe


Der Koran (c) Munib Anwar, aboutpixel.de
Der Koran (c) Munib Anwar, aboutpixel.de

Habe eine deutsche Übertragung des Korans von vorn bis hinten durchgelesen. Die Vorstellung, dass dieses Buch von Gott herabgesandt worden ist, fällt mir jetzt allerdings schwerer denn je. Müsste ich doch das arabische Original lesen? Ist es beim Koran nicht der Inhalt, sondern die literarische Form, die überzeugt? Fragen über Fragen. Hier kommen jedenfalls meine wichtigsten Erkenntnisse in Kürze:

– Allah ist barmherzig und allvergebend (über 150x im Koran erwähnt). Leider gilt seine Barmherzigkeit nur Muslimen: Alle "Ungläubigen" werden ewig im Höllenfeuer schmoren (über 330x im Koran erwähnt). Sollte ich aus Furcht vor der Hölle zum Islam konvertieren? Werde darüber nachdenken.

– Die Belohnung für die Gläubigen ist ein sehr materialistisches Paradies voller fleischlicher Gelüste, wie z.B. den ewigen Jungfrauen mit großen Augen und "schwellenden Brüsten" (Sura 78,33). Klingt toll – aber auch sehr menschlich.

– Dummerweise kann niemand glauben, ohne Allahs Erlaubnis (Sura 10,100). Allah macht ohnehin, was er will und leitet zum Glauben, wen er will (über 60x im Koran erwähnt). Mit anderen Worten: Wir sind von vorn herein seiner Willkür ausgeliefert.

– Allah hat uns nur deshalb erschaffen, damit wir ihm dienen (Sura 51,56). Die Frage, warum er uns dann überhaupt einen freien Willen gegeben hat, bleibt offen.

– Scheinbar wurde der Gesandte Mohammed zu Lebzeiten als Betrüger, Besessener und Zauberer bezeichnet, sonst wäre nicht zu erklären, warum der Koran diesen Anschuldigen immer wieder so stark widerspricht und seine Legitimation geradezu erkämpft (z.B. Sura 17:47).

– Allahs Worte sind unabänderlich (Sura 10,64). Ich frage mich, warum Muslime trotzdem behaupten, die Bibel sei verfälscht worden? Das Evangelium und die Torah sind doch ebenso Gottes Wort und vom Himmel herabgesandt worden (Sura 5,66). Sollte Allah zugelassen haben, dass sein Wort verfälscht wird?


Vielleicht weiß ja jemand Rat.

Erstellt am 21. März 2013 um 20:00 Uhr von Xan
Kategorie: Theologie & Glaube
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Von wegen menschlich


Ein nachdenklicher Schimpanse? (c) Sascha Priesemann, pixelio.de
Ein nachdenklicher Schimpanse? (c) Sascha Priesemann, pixelio.de

Die "Zeit" berichtete von einer Studie, der zufolge Affen überhaupt nicht "nach-äffen" können. Obwohl Schimpansen dem Menschen genetisch zu 98,5% identisch sind, ist die vollständig fehlende Gabe der Imitation ein fundamentaler Unterschied zum Menschen. Ist der Mensch doch mehr als ein evolutionär hochentwickeltes Tier?

Schimpansen sind uns weniger ähnlich, als viele Studien nahelegen. Doch diese ernüchternde Erkenntnis kommt in der Fachwelt nicht gut an.

In einschlägigen Fachartikeln und den bunten Meldungen in Zeitungen werden die Unterschiede zwischen Schimpansen und Menschen mit jedem Tag ein bisschen kleiner. Demzufolge können unsere tierischen Verwandten all das, was auch wir können – sie trauern, trösten, malen, artikulieren, benutzen Werkzeuge und verfügen über eine Kultur. Es ist ein sehr menschliches Bild der Menschenaffen, das die Wissenschaft in den vergangenen Jahren gezeichnet hat.

Aber stimmt es überhaupt? Oder erscheinen uns die Schimpansen womöglich nur deshalb so ähnlich, weil ausschließlich solche Ergebnisse der Affenforschung derzeit gefragt sind? Wer sich mit der Forschung von Claudio Tennie beschäftigt, beginnt bald, sich diese Fragen zu stellen. Die Arbeiten des Verhaltensforschers lassen nicht nur an der romantischen Vorstellung vom ach so menschlichen Affen zweifeln. Sie kratzen auch am Mythos der unvoreingenommenen Wissenschaft und erwecken den Verdacht, dass sie vor allem das zur Kenntnis nimmt, was zu den herrschenden Moden passt.

– Zeit Online

Erstellt am 17. März 2013 um 16:41 Uhr von Xan
Kategorie: Philosophie & Grenzwissen
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