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Was ich vom Koran gelernt habe


Der Koran (c) Munib Anwar, aboutpixel.de
Der Koran (c) Munib Anwar, aboutpixel.de

Habe eine deutsche Übertragung des Korans von vorn bis hinten durchgelesen. Die Vorstellung, dass dieses Buch von Gott herabgesandt worden ist, fällt mir jetzt allerdings schwerer denn je. Müsste ich doch das arabische Original lesen? Ist es beim Koran nicht der Inhalt, sondern die literarische Form, die überzeugt? Fragen über Fragen. Hier kommen jedenfalls meine wichtigsten Erkenntnisse in Kürze:

– Allah ist barmherzig und allvergebend (über 150x im Koran erwähnt). Leider gilt seine Barmherzigkeit nur Muslimen: Alle "Ungläubigen" werden ewig im Höllenfeuer schmoren (über 330x im Koran erwähnt). Sollte ich aus Furcht vor der Hölle zum Islam konvertieren? Werde darüber nachdenken.

– Die Belohnung für die Gläubigen ist ein sehr materialistisches Paradies voller fleischlicher Gelüste, wie z.B. den ewigen Jungfrauen mit großen Augen und "schwellenden Brüsten" (Sura 78,33). Klingt toll – aber auch sehr menschlich.

– Dummerweise kann niemand glauben, ohne Allahs Erlaubnis (Sura 10,100). Allah macht ohnehin, was er will und leitet zum Glauben, wen er will (über 60x im Koran erwähnt). Mit anderen Worten: Wir sind von vorn herein seiner Willkür ausgeliefert.

– Allah hat uns nur deshalb erschaffen, damit wir ihm dienen (Sura 51,56). Die Frage, warum er uns dann überhaupt einen freien Willen gegeben hat, bleibt offen.

– Scheinbar wurde der Gesandte Mohammed zu Lebzeiten als Betrüger, Besessener und Zauberer bezeichnet, sonst wäre nicht zu erklären, warum der Koran diesen Anschuldigen immer wieder so stark widerspricht und seine Legitimation geradezu erkämpft (z.B. Sura 17:47).

– Allahs Worte sind unabänderlich (Sura 10,64). Ich frage mich, warum Muslime trotzdem behaupten, die Bibel sei verfälscht worden? Das Evangelium und die Torah sind doch ebenso Gottes Wort und vom Himmel herabgesandt worden (Sura 5,66). Sollte Allah zugelassen haben, dass sein Wort verfälscht wird?


Vielleicht weiß ja jemand Rat.

Erstellt am 21. März 2013 um 20:00 Uhr von Xan
Kategorie: Theologie & Glaube
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Von wegen menschlich


Ein nachdenklicher Schimpanse? (c) Sascha Priesemann, pixelio.de
Ein nachdenklicher Schimpanse? (c) Sascha Priesemann, pixelio.de

Die "Zeit" berichtete von einer Studie, der zufolge Affen überhaupt nicht "nach-äffen" können. Obwohl Schimpansen dem Menschen genetisch zu 98,5% identisch sind, ist die vollständig fehlende Gabe der Imitation ein fundamentaler Unterschied zum Menschen. Ist der Mensch doch mehr als ein evolutionär hochentwickeltes Tier?

Schimpansen sind uns weniger ähnlich, als viele Studien nahelegen. Doch diese ernüchternde Erkenntnis kommt in der Fachwelt nicht gut an.

In einschlägigen Fachartikeln und den bunten Meldungen in Zeitungen werden die Unterschiede zwischen Schimpansen und Menschen mit jedem Tag ein bisschen kleiner. Demzufolge können unsere tierischen Verwandten all das, was auch wir können – sie trauern, trösten, malen, artikulieren, benutzen Werkzeuge und verfügen über eine Kultur. Es ist ein sehr menschliches Bild der Menschenaffen, das die Wissenschaft in den vergangenen Jahren gezeichnet hat.

Aber stimmt es überhaupt? Oder erscheinen uns die Schimpansen womöglich nur deshalb so ähnlich, weil ausschließlich solche Ergebnisse der Affenforschung derzeit gefragt sind? Wer sich mit der Forschung von Claudio Tennie beschäftigt, beginnt bald, sich diese Fragen zu stellen. Die Arbeiten des Verhaltensforschers lassen nicht nur an der romantischen Vorstellung vom ach so menschlichen Affen zweifeln. Sie kratzen auch am Mythos der unvoreingenommenen Wissenschaft und erwecken den Verdacht, dass sie vor allem das zur Kenntnis nimmt, was zu den herrschenden Moden passt.

– Zeit Online

Erstellt am 17. März 2013 um 16:41 Uhr von Xan
Kategorie: Philosophie & Grenzwissen
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Neuer Kapitän des Kirchenwracks: Papst Franziskus I.


Der Argentinier Bargoglio wurde am 13.03.13 zum Papst Franziskus I. gewählt.
Der Argentinier Bargoglio wurde am 13.03.13 zum Papst Franziskus I. gewählt.

Die katholische Kirche hat einen neuen Chef: Ein Argentinier, der sich fortan Franziskus I. nennt. Er ist der erste lateinamerikanische Papst; gilt als bescheiden und volksnah. Ob er auch in der Lage ist, das Wrack des Kirchenschiffes zu reparieren? Vermutlich nicht. Die Welt braucht keinen neuen Papst. Unsere Aufmerksamkeit sollten nicht dem "Stellvertreter" gelten, sondern dem wahren Chef im Himmel.

Jahrhunderte lange Unterdrückung und Entmündigung durch das Papsttum sollte sich endlich in Rauch auflösen. Christen brauchen den säkularisierten reichen Kirchenstaat in Rom nicht. Das Kirchenvolk jubelt, auch wenn es mit "Nebelkerzen" ganz schön zum Narren gehalten wird. Und das alles jetzt zur Prime Time absolut Mediengerecht. Einen neuen blinden Blindenführer in Rom baucht niemand. Die Welt brauch nur Jesus allein.
– Soulsaver.de

Erstellt am 13. März 2013 um 21:09 Uhr von Xan
Kategorie: Aktuell
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Wahre Liebe erträgt alles


Ein Mob hat im pakistanischen Lahore Häuser von Christen in Brand gesetzt. (c) Spiegel.de
Ein Mob hat im pakistanischen Lahore Häuser von Christen in Brand gesetzt. (c) Spiegel.de

Das Sabatina e.V. Team in Pakistan war vor Ort, als das "Christenviertel" Lahores in Flammen aufging. Sie baten die Polizei um Hilfe, aber diese verweigerte jegliche Hilfeleistung und unterstützte die Gegner.

Die Muslime, die die Häuser der Christen in Lahore anzündeten, fühlten sich stark, als sie unschuldige Kinder, Arme, Kranke und hilflose Menschen aus ihrem Heim vertrieben. Die Brandstifter fühlten sich womöglich auch deswegen so mächtig, weil sie wussten, dass die Christen nicht zurückschlagen werden. Sie wissen, dass wir einem anderen Gott nachfolgen – Einem der sagte: "Wenn man euch in der einen Stadt verfolgt, flieht in die nächste." (Mt. 10,23) Und nicht: "Wenn man euch in der einen Stadt verfolgt, dann zündet die nächste an!"

Wahre Liebe verzichtet auf Gegengewalt und ist bereit, das Leid still zu ertragen. Das ist der Unterschied zur blutigen "Liebesbotschaft" der Muslime von Lahore. Möge Allah euch verzeihen, wenn ihr eines Tages erkennt, was ihr getan habt.

"Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte."
– Die Bibel, Matthäus 7,15

Erstellt am 10. März 2013 um 21:59 Uhr von Xan
Kategorie: Aktuell
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Geist als Urgrund der Materie


Dieses Ereignis zeigt den möglichen Zerfall eines Higgs-Bosons in zwei Z-Bosonen, die jeweils in zwei Myonen (blau) weiter zerfallen. (c) Atlas Kollaboration, CERN
Dieses Ereignis zeigt den möglichen Zerfall eines Higgs-Bosons in zwei Z-Bosonen, die jeweils in zwei Myonen (blau) weiter zerfallen. (c) Atlas Kollaboration, CERN

Max Planck (1858-1947) war ein bedeutender Physiker, Nobelpreisträger und gilt als Begründer der Quantenphysik. Er war der Ansicht, Materie an sich gäbe es nicht, sondern der Kern aller Dinge sei Geist.

"Meine Herren, als Physiker, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, der Erforschung der Materie widmete, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden.

Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich. Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält. Da es im ganzen Weltall aber weder eine intelligente Kraft noch eine ewige Kraft gibt - es ist der Menschheit nicht gelungen, das heissersehnte Perpetuum mobile zu erfinden - so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten intelligenten Geist annehmen.

Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche - denn die Materie bestünde ohne den Geist überhaupt nicht - , sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre! Da es aber Geist an sich ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen zugehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber auch Geistwesen nicht aus sich selber sein können, sondern geschaffen werden müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu benennen, wie ihn alle Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: Gott!

Damit kommt der Physiker, der sich mit der Materie zu befassen hat, vom Reiche des Stoffes in das Reich des Geistes. Und damit ist unsere Aufgabe zu Ende, und wir müssen unser Forschen weitergeben in die Hände der Philosophie."

– Max Planck

(Quelle: Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft, Abt. Va, Rep. 11 Planck, Nr. 1797)

Erstellt am 07. März 2013 um 19:26 Uhr von Xan
Kategorie: Philosophie & Grenzwissen
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100 Peitschenhiebe im Namen Allahs


Jesus und die Ehebrecherin
Jesus und die Ehebrecherin

Wieder einmal wurde ich auf traurige Weise darin bestätigt, der Lehre Jesu zu folgen und die Religionen entschieden abzulehnen.

"Eine 15-Jährige ist auf den Malediven zu 100 Peitschenhieben verurteilt worden, weil sie vorehelichen Sex hatte. Als wäre das nicht genug Leid, ist sie jahrelang von ihrem Stiefvater missbraucht worden. Doch das mildert die Strafe nicht."
– FOCUS Online, 28. Februar 2013

Es hat nicht lange gedauert, die fragwürdige Motivation dieser "Bestrafung" zu finden:

"Peitscht die Unzüchtige und den Unzüchtigen gegebenenfalls jeweils mit hundert Peitschenhieben aus; und lasst euch angesichts dieser Vorschrift Allahs nicht von Mitleid mit den beiden ergreifen, wenn ihr an Allah und an den Jüngsten Tag glaubt. Und eine Anzahl der Gläubigen soll ihrer Pein beiwohnen."
– Koran, Sure 24,2

Ob ein junges Mädchen so etwas wohl überlebt? Sieht so Allahs große Huld und Barmherzigkeit aus? Einem solchen Gott würde ich niemals freiwillig folgen. Der Koran beteuert zwar unablässig die Barmherzigkeit Allahs, aber tatsächlich beschreibt er einen herrischen, willkürlich strafenden Gott, der die Menschen nur als Diener betrachtet und sie mit der Furcht vor der Hölle gefügig macht. (Die gleiche archaische Strategie, die die katholische Kirche mit ihrem Fegefeuer verfolgte.) Vielen Dank, aber darauf kann ich verzichten.

Ich bin so froh, dass Jesus Christus jede religiöse Dogmatik überwunden hat und uns zeigt, wie Gott wirklich ist:

"Die Schriftgelehrten und Pharisäer brachten eine Frau, beim Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte und sprachen zu ihm [Jesus]: Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. Mose aber hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du? [...] Aber Jesus bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie nun fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie aber das hörten, gingen sie weg, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst; und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand. Jesus aber richtete sich auf und fragte sie: Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt? Sie antwortete: Niemand, Herr. Und Jesus sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr."
– Evangelium nach Johannes, Kapitel 8,3-11

Erstellt am 03. März 2013 um 20:51 Uhr von Xan
Kategorie: Theologie & Glaube
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