Der heilige Geist Gottes in Form einer Taube (c) Chris Scholten, cjsdesign.nl

Wie erlangt man das ewige Leben?

Es ist der alte Traum der Menschheit und die Sehnsucht der ganzen Schöpfung: Das ewige Leben in einer makellosen Welt. Leider gibt es unzählige Meinungen darüber, wie man diesen Schatz gewinnt, und viele davon schließen sich gegenseitig aus. Nur einer hat den Beweis erbracht, dass er uns vor dem ewigen Dunkel retten kann, indem er selbst von den Toten zurückkehrte: Jesus Christus.

Religionen retten nicht

Sterben müssen alle, das ist Fakt. Die Frage ist, was nach dem Tod mit uns geschieht. Wer davon ausgeht, dass wir nach dem Tod in ein ewiges Leben übergehen, muss fast zwangsläufig auch an irgendeine Art Gottheit glauben. Im Fachjargon spricht man dann von "Erlösung". Die drei größten "Glaubensgemeinschaften", die den Weg zur Erlösung für sich pachten, sind das Judentum, das Christentum und der Islam. In allen drei Religionen werden den Menschen heilige Pflichten und Rituale auferlegt, und nur wer sich fügt, wird zur Belohnung das ewige Leben erlangen. An dieser Stelle möchte ich aber nicht darüber urteilen, welche Religion "Recht hat". Ich denke, dass niemand durch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion oder Glaubensgemeinschaft vor dem ewigen Tod gerettet wird. Religionen sind stets die Anstrengung von Menschen, zu Gott zu kommen (lateinisch "religio" bedeutet "Rückbindung"). Dabei müssen wir gar nicht zu Gott kommen – er ist bereits zu uns gekommen.

An dieser Stelle möchte ich mit einem weit verbreiteten Missverständnis aufräumen. Wir leben in einer Zeit, in der es leider einen großen Unterschied gibt zwischen "Christen" und "Christus-Nachfolgern". Das Problem ist, dass sehr viele Menschen behaupten, Christen zu sein. Manche, weil sie in der westlichen Welt leben. Andere, weil sie jeden Sonntag in die Kirche gehen. Oder weil sie irgendwann einmal getauft worden sind. Auch jene Mörder, die damals zum Kreuzzug ins Heilige Land aufriefen, nannten sich Christen. Aber das hat nichts mit dem zu tun, was Jesus Christus eigentlich predigte. Deshalb sollte man hier streng unterscheiden und diejenigen, die ernsthaft versuchen, dem Vorbild Jesu zu folgen, als "Christus-Nachfolger" bezeichnen. In der Tat glaube ich, dass Jesus Christus der Schlüssel zum ewigen Leben ist – nicht die Zugehörigkeit zu einer Kirche oder Religion.

Die Geschichte vom Zimmermann aus Nazareth

In vielen Büchern der Bibel ist uns die Geschichte des armen Zimmermanns Jesus von Nazareth überliefert, der zum Wanderprediger wurde und mit seiner Lehre die Welt auf den Kopf stellte. Er heilte Menschen mit der Kraft Gottes, sündigte nie und sagte, dass wir sogar unsere Feinde lieben sollen. Er predigte über das ewige Leben und zeigte uns, wie wir es erlangen können. Und er beanspruchte, der Sohn des Allmächtigen zu sein. Er war auf die Erde gekommen, um die Menschheit wieder zu Gott "zurückzubringen". Die Obrigkeit der damaligen Welt schenkte ihm jedoch keinen Glauben und bezichtigte ihn der Gotteslästerung, worauf sie ihn unschuldig an ein Kreuz nagelten und qualvoll sterben ließen.

Nach drei Tagen kehrte er aus dem Totenreich zurück, und damit war der Beweis erbracht, dass Jesus den Weg zum ewigen Leben wirklich kennt. Aber in dieser Behauptung der Bibel scheiden sich die Geister. Nicht jeder glaubte, dass Jesus wirklich von den Toten auferstanden ist. Und darin hat sich bis heute nichts geändert. Wir stehen, wie die Menschen zu Lebzeiten des Christus, vor der Entscheidung: Vertrauen wir ihm oder zweifeln wir daran, dass er Gottes Sohn ist, und schlagen ihn damit bildlich gesprochen erneut ans Kreuz? Es liegt bei jedem einzelnen Menschen, in sein Herz zu horchen und die Anhaltspunkte ehrlich gegeneinander abzuwägen. Aber an diesem Jesus Christus kommen wir nicht vorbei. Er zwingt uns zu einer Entscheidung.

Gottes Maßstab

Bevor wir zum praktischen Teil kommen, sollte noch eine durchaus berechtigte Frage geklärt werden: Warum müssen wir überhaupt sterben? Vielleicht überrascht es dich zu erfahren, dass es ursprünglich nicht so war. Gott schuf Adam, den ersten Menschen, mit dem Potenzial, ewig zu leben. Er wollte nicht, dass wir sterben. Das bestätigt König Salomo von Jerusalem in der Bibel:

"Gott hat alles vortrefflich gemacht zu seiner Zeit, auch die Ewigkeit hat er ihnen ins Herz gelegt – nur dass der Mensch das Werk, das Gott getan hat, nicht von Anfang bis zu Ende ergründen kann."
– Prediger Kapitel 3,11

Leider stellte sich heraus, dass Menschen am liebsten das tun, was sie wollen. Manche gehen soweit, dass sie Gottes Existenz für Unsinn erklären. Deshalb entschied Gott, uns seinen Lebensgeist nicht für immer zu geben.[1] Gleichzeitig sagte er uns klar und deutlich, was für ein ewiges, perfektes Leben notwendig wäre: Das Einhalten seiner Gebote. Das bedeutet: Keine anderen Götter haben. Kein Gottesbildnis machen. Den Namen Gottes nicht missbrauchen. Den Sabbat heiligen. Die Eltern ehren. Nicht morden. nicht die Ehe brechen. Nicht stehlen. Nicht lügen. Spätestens hier scheidet jeder aus:

"Denn es ist kein Unterschied; denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten."
– Brief des Paulus an die Römer, Kapitel 3,22+23

Bis Gott seinen Sohn Jesus Christus auf die Erde sandte. Er wurde ein Mensch, aber einer, der mit Gottes Kraft jedes Detail der göttlichen Gesetze einhalten konnte. Er ließ sich auch vom Satan nicht beirren[2] und erlitt schließlich vollkommen unschuldig einen brutalen Tod. Das war gegenüber den göttlichen Bestimmungen nicht gerecht und hatte zur Folge, dass Jesus von Gott wieder zum Leben erweckt wurde. Das Totenreich konnte Jesus aufgrund seiner absoluten Unschuld nicht halten. Diese Gesetzmäßigkeit ist auch für uns von größter Bedeutung. Als Nachfahren Adams werden wir zwar alle in eine Welt voll Sünde hineingeboren und "erben" sozusagen den Tod. Aber wenn wir Jesus folgen, "erben" wir durch ihn das Leben, denn er hat den Tod bezwungen.

"Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben."
– Jesus Christus, Evangelium nach Johannes, Kapitel 10,10

"Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen."
– Evangelium nach Johannes, Kapitel 17,3

Mut zur Demut

Was bedeutet es nun konkret, Jesus Christus zu "erkennen"? Es bedeutet mindestens, seine Worte als Wahrheit zu akzeptieren und danach zu handeln. Daraus folgt zunächst, dass wir uns des ewigen Lebens nach dem Tod sicher sein dürfen. Es bedeutet aber auch, dass wir uns eingestehen müssen, dass wir allesamt Sünder sind und ewiges Leben eigentlich nicht verdient haben. Viel zu offensichtlich sind unsere grauenhaften Gedanken, unsere verletzenden Worte und Gewalttaten, unser Porno-Konsum, unsere Lügen. Wenn wir Jesu Worten ernsthaft glauben, bleibt uns eigentlich nur eines: Auf die Knie fallen, Gott um Vergebung bitten und ihm für seine Gnade danken. Es wäre angebracht, nach seinem Willen zu fragen und sich von ihm leiten zu lassen. Was das konkret bedeutet? Das wollten die Schriftgelehrten zur Zeit Jesu auch wissen:

"Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz? Jesus aber antwortete ihm: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt". Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst". In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten."
– Evangelium nach Matthäus, Kapitel 22,36-40

Jesus sagt also, dass alle Gesetze Gottes, inklusive der zehn Gebote, in der Menschen- und Gottesliebe erfüllt sind. Das ist alles, was er sich von uns wünscht. In allen Konsequenzen bedeutet das, jedes Streben nach Anerkennung, Ehre und Reichtum in diesem Leben aufzugeben und sich stattdessen um das Wohl der Mitmenschen zu kümmern und schon in der irdischen Welt mit der Ewigkeits-Perspektive zu leben. Letztendlich bedeutet es Selbstaufgabe für ein höheres Ziel. Damit können wir Gott zeigen, dass wir ihm wirklich vertrauen. Wir müssen bereit sein, nach Gottes Prinzipien zu leben. Das allerdings bedeutet nicht, dass Gott uns zu seinen Sklaven machen möchte oder uns jede Freude im Leben untersagt. Dem Allmächtigen geht es darum, dass wir das richtige Ziel im Leben nicht aus den Augen verlieren.

"Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!"
– Brief des Paulus an die Galater, Kapitel 5,1

Der Unterschied liegt in der Einstellung

Freilich ist eine derart radikale Lebenseinstellung nicht leicht zu verwirklichen. Nach wie vor haben wir mit den Schwierigkeiten und Problemen dieser Welt zu kämpfen. Wir alle machen Fehler, sind von den Begierden des Diesseits hin- und hergerissen und folgen nur zu gerne unserem großen Ego. Aber genau dafür hat Jesus mit seinem Tod bezahlt. Wir dürfen in der Gewissheit leben, dass der Allmächtige uns unsere Fehler nicht anrechnet. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir tun und lassen dürfen, was wir wollen. Es ist kein Freibrief zum sündigen. Gott sieht in unsere Herzen, wir können ihn nicht betrügen. Er weiß genau, ob wir es ernst meinen oder heucheln. Wer aufrichtig versucht, Sünde zu vermeiden und Gott dabei um Hilfe bittet, den wird der Schöpfer von innen her verändern und erneuern. Eine solche Entscheidung haben Millionen Menschen bereits getroffen und Gottes Wirken erlebt. Er hat sie spürbar, erkennbar und erfahrbar verändert – zum Guten. Und ihr Leben genauso. Sie leben jetzt mit Gewissheit und Freude über Gott. Sie wissen, dass sie auf eine gute Zukunft und ewiges Leben zugehen. Diese Zukunft und diese Gewissheit möchte Gott auch dir schenken. Aber es ist nicht das Christentum, das rettet. Nicht die Religion rettet, sondern die Person Jesus Christus. Er allein ist der Weg zurück zu unserem Schöpfer.

"Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet."
– Brief des Paulus an die Römer, Kapitel 10,9


Verwendete Literatur

[1] Genesis Kapitel 6,3
[2] Evangelium nach Lukas, Kapitel 4,1-13

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