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Apokalypse und Entrückung

Nach Aussage der Bibel wird Gott am Ende der Weltgeschichte seine "Heiligen" zu sich holen; das heißt entrücken. Damit sind all diejenigen gemeint, die an die Vergebung der Schuld durch Jesus Christus glauben und dadurch gerecht geworden sind. Prinzipiell kann diese Entrückung jeden Augenblick geschehen.
"Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit."

1. Brief des Paulus an die Thessalonicher, Kapitel 4,16+17

Natürlich kann diese Entrückung auch noch hunderte von Jahren auf sich warten lassen. Aber gerade weil kein Mensch den genauen Zeitpunkt kennt, macht es Sinn, vorbereitet zu sein: Denn die Entrückung soll laut Bibel von schlimmen Katastrophen begleitet sein, die ihren Anfang offensichtlich bereits genommen haben.

Wie nah ist das Ende?
Es ist nicht die Absicht dieses Textes, Angst zu schüren. Ich möchte lediglich darauf hinweisen, dass diese Welt meiner Ansicht nach keine Zukunft hat. Wer die Erde als Ganzes betrachtet, sieht in der Hauptsache Kriege, Umweltverschmutzung, himmelschreiende Ungerechtigkeit sowie gewaltige Naturkatastrophen, alles ohne Aussicht auf Besserung. Das ist kein hoffnungsloser Pessimismus, sondern Realität. Und es hat nun mal keinen Sinn, die Löcher in einem sinkenden Schiff zu stopfen - man muss die Besatzung retten.

In der Bibel ist von so genannten Zeichen der Zeit die Rede, an denen wir erkennen können, wenn das Ende der Welt sehr nah gekommen ist. Diese Zeichen beschäftigten schon damals die Nachfolger von Jesus Christus. So fragten sie ihren Lehrer, als sie alleine waren:

"Sage uns, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt?"

Evangelium nach Matthäus, Kapitel 24,3

Mit Liebe und Weisheit beantwortete Jesus ihre Fragen. Er gab ihnen verschiedene Zeichen, die wir in zwei Kategorien aufteilen können, nälich in Zeichen in der Natur und in Zeichen in der Gesellschaft.

Zeichen in der Natur

"Und es werden geschehen große Erdbeben..."

Evangelium nach Lukas, Kapitel 21,11

Indem er das Adjektiv groß verwendete, betonte Jesus besonders die Schwere der Erdbeben, nicht so sehr ihre Häufigkeit. Tatsächlich können wir feststellen, dass Erdbeben durch das explosionsartige Wachstum der Weltbevölkerung immer größeren Schaden anrichten und immer mehr Menschenleben fordern.

"...Auch werden Schrecknisse und vom Himmel her große Zeichen geschehen [...] Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen."

Evangelium nach Lukas, Kapitel 21,11+25

Christus hat uns einen regelrechten astronomischen Kalender gegeben, der uns erlaubt, das nahe bevorstehende Ende der Welt zu erkennen, indem wir die Abfolge der am Himmel erscheinenden Phänomene beobachten:

"Aber zu jener Zeit [...] wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen ..."

Evangelium nach Markus, Kapitel 13,24+25

"Und die Sonne wurde finster wie ein schwarzer Sack, und der ganze Mond wurde wie Blut, und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde..."

Offenbarung nach Johannes, Kapitel 6, 12+13

"Die Sonne soll in Finsternis und der Mond in Blut verwandelt werden, ehe denn der große und schreckliche Tag des Herrn kommt."

Prophet Joel, Kapitel 3,4

Diese drei Phänomene am Himmel, die Jesus, der Apostel Johannes und die Propheten des Alten Testamentes vorausgesagt hatten, ereignen sich in allen Texten in der gleichen Reihenfolge. In der jüngeren Vergangenheit sind diese Phänomene alle schon vorgekommen. Die dunkle Sonne am 19. Mai 1780, genauer gesagt den Dark Day, erwähnen alle Bücher über die Geschichte der Astronomie. Es handelte sich um keine Sonnenfinsternis und konnte bis heute nicht erklärt werden. Die Verfinsterung der Sonne hielt viele Stunden an und ließ mehrere Orte in Amerika in völliger Dunkelheit. In der Nacht, die unmittelbar dem Dark Day folgte, trieben die Wolken auseinander und zeigten einen Mond, der "rot wie Blut" war, wie Augenzeugen berichteten: Möglicherwiese eine Mondfinsternis. Es kann sein, dass das bereits die in der Bibel genannten Erscheinungen waren, vielleicht war der Dark Day in Amerika aber auch nur der warnende Vorbote einer weltweiten Finsternis am Ende der Welt.

Zeichen in der Gesellschaft
Was wir früher "Dritte Welt" nannten, stellt heute mehr als zwei Drittel der Weltbevölkerung dar. Im Jahr 2009 berichtete die BBC, dass nun offiziell eine Milliarde Menschen hungern[1] - das ist etwa jeder siebte Mensch auf Erden! Mehr noch, die Weltbevölkerung wächst pro Jahr um mehr als 70 Millionen Menschen, die meisten von ihnen in den unterentwickelten Ländern. Zukünftige Opfer des Hungers.

"Und es werden hier und dort Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geschehen. Dies alles ist der Anfang der Wehen."

Evangelium nach Matthäus, Kapitel 24,7b+8

Früher war es die Pest; in unseren modernen Zeiten sind die Seuchen sexuell übertragbare Krankheiten wie AIDS, mit Hunderten und Tausenden von Opfern in nur wenigen Jahren. Millionen von Menschen tragen diese Viren in sich und stecken andere an, ohne es zu wissen, sodass die schreckliche Krankheit sich immer mehr ausbreitet. Nicht zu vergessen die Lyme-Arthritis, fleischfressende Bakterien, den Rinderwahn, Schweinegrippe und alle anderen Krankheiten in Nahrungsmitteln, die nur die Spitze des Eisberges bilden.

"Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; seht zu und erschreckt nicht. Denn das muss so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da. Denn es wird sich ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere."

Evangelium nach Matthäus, Kapitel 24,6+7a)

Das 20. Jahrhundert fügte der menschlichen Geschichte die ersten beiden Weltkriege zu. Allein im Zweiten Weltkrieg starben 50 Millionen Menschen und seitdem mehr als 25 Millionen in anderen Kriegen.[2] Auf Erden ist praktisch immer irgendwo Krieg, und die Ausmaße werden stets gewaltiger. Das Atomzeitalter versetzt Menschen heute in die Lage, den gesamten Planeten auszulöschen - mit immer stärkeren Waffen. Wir beobachten außerdem das gigantische Problem der Umweltverschmutzung, das nicht wieder gutzumachende Schäden in der Natur anrichtet.

"Wenn sie sagen werden: Es ist Friede, es hat keine Gefahr - dann wird sie das Verderben schnell überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen."

1. Brief des Paulus an die Thessalonicher, Kapitel 5,3

Ein weiteres Zeichen für das unmittelbar bevorstehende Ende der Welt: Friedens- und Abrüstungs-Konferenzen finden so häufig statt wie nie zuvor. Aber Friedensbemühungen haben unglücklicherweise meistens nur wenig Erfolg, außer dass sie die biblischen Prophezeiungen erfüllen.

"Ihr habt euch Schätze gesammelt in diesen letzten Tagen. Siehe, der Lohn der Arbeiter, die euer Land abgeerntet haben, den ihr ihnen vorenthalten habt, der schreit, und das Rufen der Schnitter ist gekommen vor die Ohren des Herrn Zebaoth."

Brief des Jakobus, Kapitel 5,1-4

Ein weiteres Zeichen der Zeit: Heftige Auseinandersetzungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern.

"Und weil die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten."

Evangelium nach Matthäus, Kapitel 24,12

Weil so viel Kriminalität und Gewalt herrscht, sind die Menschen misstrauisch geworden und voller Angst. Wir öffnen unsere Türen für keinen Fremden, weil wir befürchten, dass etwas Schlimmes geschehen könnte. Wieder einmal hat Jesus unsere Generation treffend beschrieben.

Kein Glaube auf Erden

"Doch wenn der Menschensohn [Christus] kommen wird, meinst du, er werde Glauben finden auf Erden?"

Evangelium nach Lukas, Kapitel 18,8

Mit dieser Frage sagte Christus gleichzeitig voraus, dass am Ende nicht mehr viele gerechte Menschen auf der Welt sein werden. Das lässt die Überlegung zu, dass die Gläubigen Menschen zum Zeitpunkt seines Kommens bereits im Himmel sein werden, die Entrückung also schon vorher stattgefunden hat. Wenn Christus auf die Erde kommt, um Gericht zu halten, wird er also nur die finden, die sich nach der Entrückung entschlossen haben, zu Gott umzukehren und Buße zu tun.

"Ihr sollt vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden, sie ihren Spott treiben, ihren eigenen Begierden nachgehen und sagen: Wo bleibt die Verheißung seines Kommens? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist."

2. Brief des Petrus, Kapitel 3,3+4

Weil sie den christlichen Glauben aufgegeben haben, lachen die Menschen über alle, die an das zweite Kommen Jesu Christi glauben. Ist dies nicht gerade heute so? Du kannst hier leicht Deine eigenen Schlussfolgerungen ziehen.

"Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren."

2. Brief des Paulus an Timotheus, Kapitel 4,3+4

Weil sie die Autorität der Bibel ignorieren, werden viele durch verschiedene "religiöse" Bewegungen getäuscht und verführt werden, deren Lehren unser Ego ansprechen, ohne unser wahres geistliches Problem zu lösen.

"Seht zu, dass euch nicht jemand verführe. Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin der Christus, und sie werden viele verführen..."

Evangelium nach Matthäus, Kapitel 24,4+5

Von undenklichen Zeiten an haben sich Verrückte als Christus bezeichnet. Jesus teilt uns jedoch mit, dass wir sie in den letzten Tagen nicht nur in Psychatrien finden werden, sondern vielmehr in einflussreichen Positionen, wo sie viele Menschen verführen können.

"Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen."

Evangelium nach Matthäus, Kapitel 24,14

Allein schon dieses Zeichen könnte uns von der unmittelbar bevorstehenden Wiederkunft Jesu Christi überzeugen. Tatsächlich haben sich die Möglichkeiten der Telekommunikation so weit entwickelt, dass uns genügend Technologie zur Verfügung steht, um die gesamte Weltbevölkerung zu erreichen.

"Von dem Tage aber und der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater. Seht euch vor, wachet! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist."

Evangelium nach Markus, Kapitel 13,32+33

"Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. Und er [Jesus] sagte ihnen ein Gleichnis: Seht den Feigenbaum und alle Bäume an: wenn sie jetzt ausschlagen und ihr seht es, so wisst ihr selber, dass jetzt der Sommer nahe ist. So auch ihr: wenn ihr seht, dass dies alles geschieht, so wisst, dass das Reich Gottes nahe ist."

Evangelium nach Lukas, Kapitel 21,28-31

Das Gericht Gottes wird laut Bibel über alle überraschend hereinbrechen, die in der Welt keine Vergebung für ihre Schuld gefunden haben. Gott sei Dank beinhaltet gerade diese Bibel auch die Lösung des Schuldproblems: Jesus Christus nimmt unsere Schuld gerne auf sich. Alles was wir dafür tun müssen, ist, unsere Schuld einzugestehen und diesen Jesus um Hilfe zu bitten. Die Gnade des Herrn Jesus Christus sei mit uns allen.

Verwendete Literatur

[1] BBC News: World hunger hits one billion
[2] Wikipedia.de / Liste von Kriegen


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