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Die vierte Dimension

Die vierte Raum-Dimension kann sich vermutlich kein Mensch vorstellen. Unser Gehirn lässt es nicht zu. Mathematisch betrachtet kann man jedoch in höheren Dimensionen rechnen.
Es kann helfen, sich der Thematik mit Hilfe eines kleinen Geometrie-Crashkurses zu nähern. Wir haben also zunächst einen Punkt A in einem Koordinatensystem. Ein Punkt hat keine Dimension, das heißt keine Größe. Wenn wir aber Punkt A über die X-Achse mit einem Punkt B verbinden, haben wir eine Linie. Deren Länge ist messbar, es handelt sich also um die erste Dimension. Nehmen wir noch einen weiteren Punkt C auf der Y-Achse hinzu und verbinden diesen mit A und B, haben wir eine Fläche. Wir können deren Breite und Höhe Messen: Die zweite Dimension. Nun nehmen wir einen Punkt D auf der Z-Achse hinzu und verbinden ihn mit A,B und C. Es handelt sich ab jetzt um einen dreidimensionalen Körper. Leider endet hier unser rationales Vorstellungsvermögen. In der Theorie allerdings könnten wir auf einer weiteren Achse im Koordinatensystem (von mir aus der W-Achse) einen weiteren Punkt hinzufügen und würden uns dann rechnerisch in der vierten Dimension befinden.

Die Flächenleute
Stellen wir uns (rein gedanklich) Wesen in der zweiten Dimension vor, so kennen diese konsequenterweise nur Gesetzmäßigkeiten der zweiten Dimension. Sie wären gegenüber der dritten Dimension im wahrsten Sinne des Wortes völlig platt. Alle ihre Naturgesetze sind gegenüber uns dreidimensionalen Wesen eingeschränkt, weil sie nur in ihrer Fläche gültig sind. Sie könnten sich nur nach rechts oder links bewegen, nicht aber nach "vorne" oder "hinten". (Man kennt das z.B. aus den alten Super-Mario-Spielen ...) Sollten zwei dieser Flächenleute aneinander vorbeigehen, so wäre das für sie eine unmögliche Aufgabe. Ihre Naturgesetze erlauben es nicht. Sie könnten bestenfalls übereinander springen. Könnte ein Flächenmensch A die dritte Dimension nutzen, so würde er einfach neben dem Flächenmenschen B vorbeigehen. Für B wäre das eine Handlung außerhalb seiner gültigen Naturgesetze, und er würde es sicher als Wunder bezeichnen. Sobald Flächenmensch A nur den kleinsten Schritt in die Richtung der dritten Dimension tun würde, wäre er für B mit einem Schlag verschwunden. Für ihn wäre die dritte Dimension gleichermaßen unvorstellbar, wie es für uns die vierte Dimension ist.

Der vierdimensionale Würfel
Hypercubes in verschiedenen AnsichtenGibt es eine Möglichkeit, die vierte Dimension sichtbar zu machen, um es sich besser vorstellen zu können? Ja, die gibt es. Wenn wir an unseren Flächenleuten vorbeilaufen würden, würden diese nicht uns, sondern nur unseren Schatten sehen, denn der ist zweidimensional. Ebenso können wir die Schatten eines vierdimensionalen Gegenstandes sehen, zum Beispiel eines Würfels: Der wird dann als Hypercube oder Tesserakt bezeichnet. Ein dreidimensionaler Hypercube ist also der Schatten von etwas, das wir uns nicht vorstellen können. Ebenso können wir Gott nicht direkt sehen, sondern nur seinen Schatten; sein Wirken auf dieser Welt und die Werke, die er in der dritten Dimension getan hat. Auch der alte Philosoph Platon hat schon vor langer Zeit erkannt, dass unsere Dimension nicht alles ist, und schrieb folgende Geschichte:

Das Höhlengleichnis
Einige Menschen sind von Geburt an in einer dunklen, unterirdischen Höhle so festgebunden, dass sie immer nur auf die ihnen gegenüberliegende Höhlenwand blicken können. Sie können weder den Kopf noch den Rest ihres Körpers bewegen. Aus der Höhle gibt es einen Ausgang nach draußen, doch den können sie nicht sehen. Hinter diesen Menschen brennt ein Feuer, vor dem andere Menschen Dinge entlang eines Weges parallel zu einer Mauer transportieren. Diese Gegenstände werfen - von hinten angeleuchtet durch das Feuer - flackernde, unscharfe Schatten an die den Menschen in der Höhle gegenüberliegende Wand. Die Wahrnehmung der Welt beschränkt sich für die in der Höhle gefesselten Menschen also auf unscharfe, flackernde Schatten künstlich erzeugter Gegenstände, weil die Mauer auch so hoch ist, dass die Festgebundenen nur die Schatten der Gegenstände sehen können, nicht aber die Gegenstände selbst. Da sie nichts anderes wahrnehmen, halten die Menschen diese Schattenbilder und die Stimmen der Transportierenden für die Realität. Doch dann wird einer der Menschen losgebunden und er sieht die echten Menschen, die die Gegenstände tragen und sieht auch das Feuer. Dann wird er aus der Höhle herausgebracht und sieht dort die Sonne und die anderen Gestirne. Voller Stolz über die erkannten Dinge läuft er zurück und erzählt es den anderen Menschen, die immer noch in der Höhle gefangen sind. Doch natürlich glauben sie ihm nicht!

Ist die vierte Dimension der Himmel?
Da Gott aus höheren Dimensionen als der dritten handelt, gelten bei ihm nicht unsere einschränkenden Naturgesetze. In der Bibel ist mehrmals davon die Rede, dass Menschen plötzlich "nicht mehr da waren" und in den Himmel entrückt worden sind. Stellen wir uns nun vor, Gott agiert von einer vierten Dimension aus (die wir selbstverständlich nicht sehen), dann hat er diese Menschen über die Grenze der dritten Dimension hinaus genommen und in der vierten Dimension an einen anderen Ort bewegt. Ebenso kann Gott aus der fünften, sechsten und jeder anderen Dimension heraus wirken: doch selbst alle Dimensionen dieser Welt genügen nicht, um Gott zu beherbergen. In diesem Zusammenhang bekommt folgende Bibelstelle eine ganz neue, wichtige Bedeutung:

"Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können Gott nicht fassen!"

Das 1. Buch der Könige, Kapitel 8,27



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