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Star Wars - Vertraue der Macht!
"Unsere Begegnung war kein Zufall. Nichts geschieht zufällig."
(Jedi-Meister Qui-Gon Jinn)
Die Wege der Macht
Der Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi befindet sich mit dem jungen Luke Skywalker auf einer Reise an Bord des Millennium Falken. Luke will von dem alten Mann mit dem weißen Bart die Wege der Macht kennen lernen. Dabei versucht er, mit seinem Laserschwert die Schüsse eines Trainingsdroiden abzuwehren. Captain Han Solo schaut ungläubig zu. Plötzlich führt der Trainingsdroide eine blitzschnelle Attacke aus und feuert einen blutroten Laserstrahl präzise auf Lukes Bein, worauf Han nur spöttisch reagiert.[1]
"Antiquierte Waffen und Religionen können es nicht mit einem guten Blaster aufnehmen, Junge."
(Han Solo)
"Sie glauben wohl nicht an die Macht."
(Luke Skywalker)
"Junge, Ich bin von einem Ende dieser Galaxis bis zum anderen geflogen. Ich habe allerhand merkwürdige Dinge gesehen, aber noch nie etwas, das mich davon überzeugt hat, dass es eine allmächtige Macht gibt, die alles beherrscht. Mein Schicksal jedenfalls wird nicht von einem mystischen Energiefeld beherrscht. Nichts als simple Tricks und Unsinn."
(Han Solo)
"Ich schlage vor, Du versuchst es noch einmal, Luke. Und kümmere Dich nicht um Dein bewusstes Selbst. Folge Deinen Instinkten. (...) Lass Dich von Deinen Gefühlen leiten."
(Obi-Wan Kenobi)
Luke steht wie festgefroren da. Der Droide greift Luke mehrmals an und unglaublicherweise schafft es dieser jetzt, jeden einzelnen Schuss abzuwehren.
"Das ist eben Glück."
(Han Solo)
"Nach meiner Erfahrung gibt es so etwas wie Glück nicht."
(Obi-Wan Kenobi)
"Wissen Sie, ich habe etwas gespürt. Ich konnte diese Kugel beinahe sehen."
(Luke Skywalker)
"Das ist gut! Du hast den ersten Schritt in eine größere Welt getan."
(Obi-Wan Kenobi)
Wie sich in Star Wars später herausstellt, wird auch Han eines Tages an die "Macht" glauben und einsehen müssen, dass es sich nicht um simple Tricks handelt. Und Luke tut den ersten Schritt in eine größere Welt, indem er sich von der Macht, (im übertragenen Sinne vom Heiligen Geist Gottes) leiten lässt. Aber das ist nicht alles. Wenn jemand einmal an diese Macht glaubt, so wird er auch einleuchtende Erklärungen für das Entstehen der Welt finden. Denn dann geschieht nichts mehr zufällig, sondern alles hat eine Bestimmung, einen übergeordneten Sinn. Dein Leben eingeschlossen.
Vertrauen in das, was man nicht sieht
In Lukes Fall zeigt sich diese Bestimmung als erstes bei der Zerstörung des Todessterns, der Kampfstation des bösen galaktischen Imperiums. Eine Öffnung hat die Station, nicht breiter als ein Lüftungsschacht, die direkt zum Reaktorkern führt. Ein Protonentorpedo, exakt dort hinein platziert, würde die gesamte Station vernichten. Eine kleine Staffel aus X- und Y-Wing-Jägern greift an und steuert auf den Reaktorschacht zu... doch ein mutiger Rebellenpilot nach dem anderen wird von den schnellen TIE-Jägern des Feindes ins Vakuum befördert. Schließlich verbleibt nur Luke Skywalker. Das Schicksal der Galaxis liegt in seinen zitternden Händen, denn wenn dieser Angriff auf die Kampfstation fehlschlägt, wird sie alles vernichten was sich ihr entgegenstellt. An Lukes Heck kleben bereits drei TIE-Jäger und machen ihm mit grünen Laserstrahlen das Leben schwer. Mit Zielgeräten muss er trotzdem versuchen, seinen Torpedo abzufeuern. Zuvor hat dieses Unterfangen vielen von Lukes Verbündeten das Leben gekostet. Auf einmal erschallt die Stimme des verstorbenen Obi-Wan in seinem Kopf.
"Vertraue der Macht, Luke. Gib dich der Macht hin. Luke! Vertraue mir."
(Obi-Wan Kenobi)
Der junge Mann schaltet die Zielgeräte seines X-Wings ab. In der Kommandostation der Rebellen beginnt man, sich Sorgen zu machen, denn niemand hält es für möglich, ohne Zielcomputer den Luftschacht des Todessterns zu treffen.
"Sein Computer ist abgeschaltet! Luke! Du hast deinen Zielcomputer ausgeschaltet, was ist los??"
(Commander)
"Gar nichts, alles in Ordnung."
(Luke Skywalker)
Die Commander im Stützpunkt schauen sich fragend an und eine beängstigende Stille entsteht. Luke steuert weiter auf den Reaktorschacht zu, schließt die Augen, vertraut Obi-Wan und feuert seine Torpedos ab. Wenige Sekunden später ist alles vorbei und vom Todesstern sind nur noch Milliarden kleiner Stücke übrig.
"Toller Schuss Junge; ein Millionentreffer!!!"
(Han Solo)
Luke hat den Zielcomputer und damit unser rationales, simples Verständnis der Dinge weggeworfen und stattdessen Obi-Wan und der Macht, diesem "mystischen Energiefeld", vertraut. Damit hat er alles gewonnen. Genau so ist es mit uns Menschen. Wir versuchen, alles alleine zu regeln; uns für unsere Taten selbst zu verantworten. Doch wir brauchen göttliche Hilfe, um Vergebung zu finden für all das, was auf der Welt schief läuft. Obwohl wir doch sehen, dass nichts besser wird, hindert uns Menschen irgendetwas daran, unsere Zielcomputer abzuschalten, und dieser höheren Macht die Führung zu überlassen. Der Zufall als Grundlage entzieht dem Leben sowohl Sinn als auch Gerechtigkeit. Nur wer sich seiner Bestimmung bewusst ist, kann erfüllt und hoffnungsvoll leben.
"Vergiss nicht: Die Macht wird mit dir sein. Immer."
(Obi-Wan Kenobi)
Warum fällt es uns Menschen so schwer, den Blick von einer zerstörten, zeitlich stark begrenzten Welt auf eine glückliche Ewigkeit zu richten? Gott schenkt ewiges Leben, aber unter einer Bedingung. Das einzige, was Gott von uns verlangt, ist dass wir ihm vertrauen. Es wird ein Abenteuer...
"Ich bin die Auferstehung, und ich bin das Leben. Wer mir vertraut, der wird leben, selbst wenn er stirbt. Und wer lebt und mir vertraut, wird niemals sterben. Glaubst du das?"
Evangelium nach Johannes, Kapitel 11,25+26
Verwendete Literatur
| [1] | "Star Wars: Episode IV - A New Hope", George Lucas, 1977 |
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