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Letzte Änderung: 25. Februar 2015 um 20:24 Uhr

Keira Knightley, Orlando Bloom, Jack Sparrow und Geoffrey Rush auf dem Filmplakat von "Pirates of the Caribbean"


Fluch der Karibik – Sehnsucht nach Leben

Einst war die Crew der "Black Pearl" versessen auf Gold und kostbares Geschmeide. Doch ein riesiger Azteken-Schatz, geraubt aus einer Höhle der Insel de Muerta, sollte alles verändern. Denn was nützen alle Reichtümer der Welt, wenn man weder leben noch sterben kann?

Skelette im Mondschein

Die Götter der Azteken haben den Goldschatz mit einem fürchterlichen Fluch belegt, der seitdem auf Captain Barbossa und seinen Piraten lastet. Nachts wird er sichtbar, dann sieht man die Besatzung der Black Pearl als vermoderte Skelette herumgeistern.[1] Alle Sehnsüchte der Piraten sind vergebens, bis der Fluch eines Tages aufgehoben ist. Dazu müssen alle 882 totenkopfgeprägten Golddublonen des Azteken-Schatzes auf die Insel de Muerta zurückgebracht werden und jeder beteiligte Dieb muss einen Blutpreis bezahlen. Zu Beginn des Films hat Barbossa bereits zehn Jahre gesucht – nun fehlt lediglich eine einzige Dublone, die sich im Besitz der Gouverneurstochter Elizabeth Swann befindet. Nach rüpelhafter Piraten-Art dauert es nicht lang, bis die junge Frau entführt ist. Barbossa erzählt Elizabeth von dem, was ihn im Innersten bewegt, was ihn seit Jahren umtreibt, was ihn über die Weltmeere treibt:

"... Dort war die Truhe. Darin war das Gold. Und wir nahmen uns alles! Wir haben alles ausgegeben und getauscht und vergeudet für Essen und Trinken und amüsante Gesellschaft. Je mehr wir davon weggaben, umso mehr wurde uns am Ende klar, dass die Trinkerei nicht befriedigend ist, dass in unseren Mündern sich das Essen zu Staub verwandelt und dass unsere Begierde von keiner amüsanten Gesellschaft der Welt gestillt werden kann. [...] Getrieben waren wir von Gier, aber jetzt werden wir von ihr aufgefressen. [...]

Seht! Das Mondlicht zeigt, was wir wirklich sind. Wir gehören nicht mehr zu den Lebenden. Wir können nicht steben, doch tot sind wir auch nicht. Viel zu lange schon verdurste ich und nichts vermag meinen Durst zu löschen. Viel zu lange bin ich verhungert und bin doch nicht tot. Ich fühle nichts. Weder den Wind auf meinem Gesicht, noch die spröde Gischt der See oder die Wärme des Fleisches einer Frau ..."– Captain Hector Barbossa


All die Schätze, alle Reichtümer nützen nichts, denn das Wesentliche fehlt ihm und seiner Mannschaft: Das Leben. Alles nur Kino? Jagen wir nicht auch oft genug Dingen hinterher, die uns ein erfüllteres Leben zu versprechen scheinen, und dann kommt die große Ernüchterung? Das, was wir im Innersten suchen, ist durch ein schnelles Auto, eine schlossähnliche Hütte und eine scharfe Braut nicht zu erreichen. Auch Karriere, Doktortitel, Ehre und Ansehen können das nicht schenken: Wahres, sinnerfülltes Leben.

"Warum zählt ihr Geld dar für das, was kein Brot ist, und sauren Verdienst für das, was nicht satt macht? Hört doch auf mich, so werdet ihr Gutes essen und euch am Köstlichen laben."
– Die Bibel, Prophet Jesaja, Kapitel 55,2

Da ist gewiss nicht nur von Kulinarischem die Rede! Derjenige, der unseren Lebenshunger sättigen und unseren Durst auf Leben stillen kann, spricht zu uns. Gott selbst fragt uns, warum wir nicht auf ihn hören wollen. Auch auf uns lastet längst ein Fluch: Der Fluch der Sünde. Die Sünde ist eine Trennung von Gott; ein bodenloser, unüberwindlicher Graben, der uns vom wahren Leben trennt.

Die Piraten bewegen sich zwar, schwingen Säbel und sprechen miteinander, aber im Innersten sind sie leblos. Wenn wir unser Leben einmal durchleuchten liessen, wie viel Totes käme da zum Vorschein? Wie viel Gottloses und Eigennütziges würde sichtbar im Lichte des Wortes Gottes? Wenn wir ständig nur das tun, was wir wollen und von Gott nichts wissen wollen, sind wir geistlich tot. Gerade die Menschen, die scheinbar sprühen vor Leben und von einer ausschweifenden Party zur nächsten wandern, von denen heißt es in der Bibel:

"Eine aber, die ausschweifend lebt, ist lebendig tot."
– Die Bibel, 1. Brief des Paulus an Timotheus, Kapitel 5,6

Das bedeutet nicht, dass wir das Leben nicht genießen dürfen – wir sollen nur nicht vergessen, worauf es eigentlich ankommt: Auf eine Beziehung zu unserem Schöpfer. Die meisten Menschen sind tatsächlich geistliche Skelette, nur sieht man das nicht im Mondschein.


882 Golddublonen und ein Blutpreis

Aber es gibt eine Chance für die Piraten. Sie müssen die Goldstücke des verfluchten Schatzes in aller Welt zusammensammeln und zurückbringen. Eine schier unmögliche Aufgabe. Und dann bedarf es noch eines Blutopfers. Aber jetzt kommt die gute Nachricht: Auch für uns gibt es eine Erlösung. Dieses Blutopfer, das den Fluch aufhebt und uns neues Leben schenkt, von viel besserer Qualität, dieses Opfer müssen wir nicht mehr bringen. Das wurde bereits vor etwa 2000 Jahren auf Golgatha vergossen. Als Jesus Christus gekreuzigt wurde, gab er sein Blut, damit wir vom Fluch befreit werden:

"Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns; denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der am Holz hängt, ..."
– Die Bibel, Brief des Paulus an die Galater, Kapitel 3,13

Die Bibel ist hart: Jesus wurde zum Fluch für uns. Er hat den Fluch für uns ertragen. Niemand kann etwas dazutun. Gott verlangt keine Leistung, keine Wiedergutmachung, die deine Reue beweist, wie das die Azteken-Götter im Piratenfilm fordern. Du musst nicht erst alle deine schlechten Taten wieder gut machen! Und doch sind die 882 Dublonen auch ein schönes Bild für die Buße, die man tun kann. Das aufrichtige Bedauern für einen Fehltritt und der Versuch einer Wiedergutmachung an den Menschen, denen man geschadet hat. Nicht als Bedingung für Vergebung, sondern als Zeichen einer Veränderung. Die Erlösung bekommen wir nur geschenkt, nur aus Gnade!

"In ihm [Jesus] haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade ..."
– Die Bibel, Brief des Paulus an die Epheser, Kapitel 1,7

So freiwillig, wie sich Will Turner aus Liebe zu Elizabeth als Opfer anbietet, genauso freiwillig gab der Sohn Gottes aus Liebe zu dir sein Blut. Nur einen Unterschied gibt es zum Piratenfilm: In dem Moment, da das Blut vergossen wird, sind alle Piraten vom Fluch erlöst. Alle haben wieder Ihr Leben geschenkt bekommen ... automatisch. Damit du dein Leben wieder bekommst und frei wirst vom Fluch der Sünde, musst du das Kreuz Jesu im Herzen annehmen, dann bist du gerettet. Dein Glaube, und ist er noch so gering, zweifelnd und wackelig, lässt dich teilhaben an der Erlösung durch Christus.

Und dann gibt es keinen Fluch mehr für Dich. Nicht mehr in der Karibik und auch nicht in Deinem Leben.[2]


Verwendete Literatur

[1] "Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl", 2003, Gore Verbinski & Jerry Bruckheimer
[2] Angelehnt an einen Text von Ralf Wagner