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Mohammed - Ein echter Prophet?
Man erzählt sich, dass im 6. Jahrhundert nach Christus der Erzengel Gabriel im Auftrag Gottes einem Mann namens Mohammed den Koran diktiert hat. Dieser Koran sei die endgültige und letzte Offenbarung Gottes. Darin steht geschrieben:
"Mohammed ist [...] der Gesandte Gottes und das Siegel der Propheten."
Koran, Sure 33,40
"Jesus [...] sagte: O ihr Kinder Israel, wahrlich, ich bin euch ein Gesandter Gottes, bestätigend die Thora, [...] und frohe Botschaft bringend von einem Gesandten, der nach mir kommen und dessen Name Ahmed (d.h. Mohammed) sein wird."
Koran, Sure 61,6
Kriterien für echte Propheten
Das Neue Testament der Bibel zeigt viele Propheten auf, die nach Jesus kommen werden (Matthäus 23,34; Epheser 4,11; Apostelgeschichte 15,32; Offenbarung 11,1-12). Doch wir werden aufgefordert, sie zu prüfen, weil es echte und viele falsche Propheten gibt:
"Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viele falsche Propheten ausgegangen in die Welt."
Neues Testament, 1. Brief des Johannes, Kapitel 4,1
Was sind nun die Kriterien für echte Propheten? Es braucht immer mindestens ein zweites Zeugnis (Johannes 8,17), das die Aussagen des Propheten bestätigt. Von Jesus wissen wir, dass Gott ganz offen vor den Ohren anderer dieses zweite Zeugnis für seinen Sohn vom Himmel aus abgab:
"...und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen."
Neues Testament, Evangelium nach Lukas, Kapitel 3,22
Außerdem bestätigte Johannes der Täufer Jesus (Johannes 1,29; 5,32-35). Und letztlich waren da all die Wunder, die Jesus tat. Nicht alle Propheten erhielten vom Himmel her eine Stimme, aber Gott bestätigte viele Propheten durch Wunder, und Jesus (sowie seinen Tod und Auferstehung) zusätzlich, indem er zahllose Vorhersagen voriger Propheten an ihm in Erfüllung gehen ließ.
"Wenn der Prophet redet in dem Namen des Herrn und es wird nichts daraus und es tritt nicht ein, dann ist das ein Wort, das der Herr nicht geredet hat. Der Prophet hats aus Vermessenheit geredet; darum scheue dich nicht vor ihm."
Torah, 5. Buch Mose, Kapitel 18,22
Doch selbst wenn die Prophetie eintraf, mussten die Propheten und ihre Lehren mit der bereits bestehenden Offenbarung übereinstimmen und an dem wahren Gott festhalten.
"Wenn ein Prophet oder Träumer unter euch aufsteht und dir ein Zeichen oder Wunder ankündigt und das Zeichen oder Wunder trifft ein, von dem er dir gesagt hat, und er spricht: Lass uns anderen Göttern folgen, die ihr nicht kennt, und ihnen dienen, so sollst du nicht gehorchen den Worten eines solchen Propheten oder Träumers; denn der Herr, euer Gott, versucht euch, um zu erfahren, ob ihr ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele lieb habt."
Torah, 5. Buch Mose, Kapitel 13,2-4
Mohammeds Leben und seine Prophezeiungen müssen also anhand der Bibel genau geprüft werden - denn warum sollte Gott uns zuerst in der Bibel sagen, wir sollen alles genau prüfen, und später im Koran verlangen, dass wir der Aussage eines einzigen Mannes blind vertrauen?
Kontinuität der Botschaft
Gottes Wort kann sich nicht ändern (5. Mose 4,1-2; Jesaja 8,20; Matthäus 24,35) und sich selbst nicht widersprechen (Psalm 89,35; Sure 50,29). Der Koran stimmt in groben Aussagen mit der Bibel überein, z.B. dass es einen einzigen Gott gibt, der alles geschaffen hat und am Ende alle Menschen richten wird. Tatsache ist aber, dass der Koran der grundlegenden Botschaft widerspricht, die Gott uns durch die Bibel gegeben hat: Nämlich, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist, der die Strafe für unsere Sünden auf sich selbst genommen hat und deswegen am Kreuz gestorben ist. Es ist undenkbar und entspricht nicht dem Wesen Gottes (das wir durch Bibel, Torah und andere Schriften kennen), dass der Opfertod von Christus am Kreuz durch eine spätere Offenbarung korrigiert wird:
"...Aber sie haben ihn (Jesus) weder getötet noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen so. Und diejenigen, die sich darüber uneinig sind, befinden sich wahrlich im Zweifel darüber [...] Und sie haben ihn mit Gewissheit nicht getötet."
Koran, Sure 4,157
Die Tatsache, dass Menschen plötzlich nur noch durch die Willkür Gottes oder durch gute Werke in den Himmel gelangen können (Sure 25,70; 22,37), würde Jesu Tod am Kreuz vollkommen nutzlos machen.
Eintreffen einer Vorhersage
Damit Zeitgenossen eines Propheten erkennen konnten, ob er ein echter Prophet war, musste ein Teil der Vorhersage unmittelbar erlebbar eintreffen, um den Propheten und seine Prophetien zu bestätigen, die weiter in der Zukunft liegen. Mose sagte zum Beispiel die unmittelbar Niederlage der ägyptischen Armee vorher, die schon am nächsten Morgen als Wasserleichen im Nil schwammen:
"Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht! Steht fest und seht die Rettung des Herrn, die er euch heute bereiten wird; denn diese Ägypter, die ihr heute seht, die werdet ihr nicht wieder sehen in Ewigkeit!"
Torah, 2. Buch Mose, Kapitel 14, 13-14
Gott gab durch Mose, Jesaja und viele Andere aber auch Prophezeiungen, die sich erst Jahrtausende später erfüllten, zum Beispiel über das Volk Israel und dessen Wiederzusammenführung, die um 750 v. Chr. vorhergesagt wurde und sich ein erstes Mal bei der ersten Rückführung aus dem Exil um 536 v. Chr. und ein zweites Mal in unserer Zeit seit 1900 n. Chr. erfüllte.
Hat Mohammed auch prophetische Vorhersagen gemacht?
Es gibt eine interessante Prophetie, die Mohammed traf. Die Perser nahmen während ihres Feldzuges gegen die Byzantiner (Oströmer) im Jahre 613 Damaskus und im Jahre 614 Jerusalem ein. Im Jahre 616 n. Chr. standen sie vor Konstantinopel:
"Die Römer sind besiegt worden im nächstenliegenden Land. Aber sie werden nach ihrer Niederlage (selbst) siegen, in einigen Jahren."
Koran, Sure 30, 2-4
Was geschah? 622 n. Chr. begannen die Byzantiner mit dem Gegenzug und siegten endgültig erst 628 n. Chr. bei Ninive, also 12 Jahre später. Das Problem bei dieser Vorhersage ist: Da die Vokalzeichen im Arabischen erst später eingeführt wurden, könnte der ursprüngliche Text auch genau das Gegenteil heißen, nämlich dass die Byzantiner verlieren würden (Sayaghlibuna, "sie werden siegen," wird durch die Änderung zweier Vokale, Sayughlabuna, "sie (die Römer) werden besiegt."). Ein Problem besteht auch in der Aussage: "in wenigen Jahren" würde der Sieg kommen. "in wenigen Jahren" beschreibt einen Zeitraum von 3-9 Jahren, laut Mohammeds eigener Aussage Abu Bakr gegenüber. Doch der Endsieg fand, wie oben beschrieben, erst 12 Jahre später statt.
Mohammed - biblisch prophezeit?
Viele Anhänger Mohammeds ziehen als Beweis für dessen Glaubwürdigkeit einen Vers aus der Bibel/Torah heran, der besagt, dass Mohammed der Prophet ist, der Mose ähnelt:
"Ich will ihnen einen Propheten, wie du (Mose) bist, erwecken aus ihren Brüdern und meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde."
Torah, 5. Buch Mose, Kapitel 18, 18
Aber Mohammed gehört nicht zu den Brüdern Moses, d.h. er kommt nicht aus dem Stamm Israels. Diese Stelle trifft eher auf Jesus als auf Mohammed zu. Schon lange vor Mohammeds Geburt beanspruchte Jesus diese Prophezeiung für sich:
"Denn wenn ihr Mose glauben würdet, so würdet ihr auch mir [Jesus] glauben; denn von mir hat er geschrieben."
Neues Testament, Evangelium des Johannes, Kapitel 6,46
Einen anderen Hinweis auf Mohammed aus einer Zeit vor dessen Geburt gibt es nicht. Kein einziger Prophet sprach von ihm. Und da Mohammeds Gerichtsandrohungen nicht eintrafen, er im Widerspruch zu den biblischen Texten steht und sich auch nicht durch ein Wunder ausweisen kann, traf er schon zu Lebzeiten auf erheblichen Widerstand, so dass er 622 n. Chr. schließlich mit einigen Anhängern von Mekka nach Medina ziehen musste. Um sich zu legitimieren, wird von Mohammed behauptet, der Koran selbst sei das Wunder, das den Koran legitimiere. Dies ist schon deshalb interessant, weil Mohammed nach islamischer Auffassung Analphabet gewesen sein soll und er den Koran dann gar nicht schriftlich vorlegen konnte. So heißt es im Koran:
"Dieser Koran kann unmöglich ohne Gott erdichtet werden. Er ist vielmehr die Bestätigung dessen, was vor ihm vorhanden war, und die ins einzelne gehende Darlegung des Buches. Kein Zweifel an ihm ist möglich; er ist vom Herrn der Welten. Oder sagen sie: 'Er hat ihn erdichtet'? Sprich: Dann bringt eine Sure, die ihm gleich ist, bei. Und ruft, wen ihr könnt, anstelle Gottes an, so ihr die Wahrheit sagt. Nein, sie erklären für Lüge das, wovon sie kein umfassendes Wissen haben, und bevor seine Deutung zu ihnen gekommen ist."
(Sure 10,37-39a)
Auch wenn Mohammed ein sehr poetisches und qualitativ hochwertiges Buch ohne jeden Fehler niedergeschrieben haben soll, ist das noch lange kein Beweis für die Göttlichkeit dieser Schrift. Seien wir doch ehrlich: Bei den vielen Schriften des Neue Testaments der Bibel gibt es mitunter kleine Differenzen zwischen den einzelnen Berichten. Es sind uralte Texte, unvollkommen durch Jahrhunderte der Überlieferung von vielen verschiedenen Autoren in einer unvollkommenen Welt. Dennoch sind sich alle darin einig: Jesus ist gestorben und auferstanden. Gerade das macht die Kernaussage dieser Berichte so glaubwürdig! Wären sie alle komplett identisch, müsste man sich fragen, ob nicht nachträglich etwas beschönigt wurde.
Inhalt des Korans
Der Koran ist genau so: In sich schlüssig und von einer einzigen Person geschrieben. Er lässt sich auf einige, wichtige Kernaussagen zusammenfassen, die sich ständig wiederholen. Beispielsweise: "Es gibt nur einen Gott", "Gott vergibt wem er will" oder "die Hölle ist wahrlich ein schlimmer Ort". Der Gott, von dem hier die Rede ist, scheint nicht einen Funken Interesse am Menschen als persönliches Individuum zu haben. Zudem fordert er seine Jünger mehrfach auf, die "Ungläubigen" - also alle Andersgläubigen - zu verfolgen und zu töten:
"Wahrlich, in die Herzen der Ungläubigen werfe ich Schrecken. So haut ein auf ihre Hälse und haut ihnen jeden Finger ab."
Koran, Sure 8,12
"...Und erschlagt sie [die Ungläubigen], wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wannen sie euch vertrieben; denn Verführung [zum Unglauben] ist schlimmer als Totschlag."
Koran, Sure 2,191
Diese Einstellung lässt keinen Ausweg aus der endlosen Gewaltspirale. Welch ein Kontrast gegenüber der radikalen Liebe, die laut Jesus Christus von Gott geboten ist! Fernab jeglichen Glaubens sollte allein die menschliche Vernunft die Lehre des Christus bevorzugen, denn sie ist der Schlüssel zu einer besseren Welt:
"Euch aber, die ihr hört, sage ich: Liebt eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen; segnet, die euch fluchen, und betet für die, welche euch beleidigen!"
Neues Testament, Evangelium nach Lukas, Kapitel 6,27+28
Natürlich kann man argumentieren, dass der Koran nur im arabischen Originaltext richtig zu verstehen ist. Würde das aber einer göttlichen Offenbarung an die ganze Welt entsprechen?
Das Paradiesbild des Korans besteht aus Gärten, von Flüssen durchzogen, in denen gleichaltrige, vollbusige Jungfrauen zur Gesellschaft beitragen (Sure 78,33). Ist das nicht eine all zu menschliche, fast bordell-artige Wunschvorstellung? Im Kontrast dazu wird den "Ungläubigen" mit strenger Strafe gedroht: Stinkende, eitrige Brühe, kochendes Wasser zum Trinken und die brennende Feuerglut der Hölle, worauf der Koran im Übrigen sehr großen Wert zu legen scheint. Das alles ist Detailgetreu ausgeschmückt und erscheint fast so, als versuche der Koran, seine Glaubwürdigkeit damit zu erzwingen... Sollte ein vollkommenes Buch Gottes um seine Authentizität kämpfen müssen?
Schlussfolgerung
Meiner Ansicht nach können Mohammeds Prophetien nur ansatzweise als erfüllt gelten. Er wurde nirgendwo als Prophet Gottes angekündigt oder bestätigt und seine Lehren widersprechen ganz fundamentalen christlichen Glaubenswahrheiten. Letzteres ist entscheidend. Ihn als Propheten anzuerkennen würde bedeuten, die Offenbarung Gottes in Jesus Christus und sein Erlösungswerk abzulehnen.[1] Wie kann ich auf der Suche nach der Wahrheit jemals herausfinden, ob Mohammed oder Jesus recht hat, wenn ich nur so wenig Grund habe, Mohammed zu vertrauen?
Verwendete Literatur
| [1] | Diese Abhandlung basiert auf einem Text von Orientdienst.de |
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