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Zeugen Jehovas - Irren ist menschlich
Die "Bibelforscher", wie die Zeugen Jehovas einst genannt wurden, machen ihrem Namen alle Ehre. Tatsächlich zeichnen sie sich durch ein enormes Wissen über die Heilige Schrift aus, beleuchten höchst informatives Hintergrundwissen derselben und stellen nicht selten die Dinge richtig, die unsere abendländischen Traditionen verfälscht haben.
Was die "Zeugen Jehovas" jedoch klar als Sekte identifiziert, ist ihr Absolutheitsanspruch: Wer nicht Mitglied der Zeugen Jehovas wird, kann das ewige Leben nicht erlangen, so behaupten sie. Damit propagieren sie aber genau das Gegenteil von dem, was Jesus eigentlich predigte: Nämlich, dass er uns frei macht und nicht in neuen Dogmen, Pflichten oder Organisationen gefangen nimmt. Meine eigene Erfahrung deckt sich in dieser Hinsicht mit der von Burkhard Meissner,[1] der berichtet:
Erfahrung im Königreichsaal
Ende März 1988. Ich sitze im Königreichsaal einer kleinen Stadt in Nordrhein-Westfalen und höre gespannt zu, was der besondere Gast des Abends, der Kreisaufseher Lange, zu sagen hat. Dabei mache ich mir Notizen, um später in meiner Gemeinde authentisch über die Lehre der Zeugen Jehovas berichten zu können. Dies ist eines von mehreren Treffen, die ich besuche, um mir aus erster Hand ein Bild über die Zeugen Jehovas machen zu können (zusätzlich zum Studium einiger Bücher und Zeitschriften der Wachtturm-Gesellschaft).
"Bruder" Lange (man sprich sich mit Bruder und Schwester an) referiert an diesem Donnerstag über Jesaja 53 und den 1. Johannesbrief. Dabei sagt er manches Richtige, zum Beispiel, dass es sich bei Jesaja 53 um eine genaue Prophetie handelt und dadurch deutlich wird, dass die Bibel von Gott inspiriert ist.
Ja, bei den Zeugen Jehovas liegen richtige Lehre und Irrlehre nah beieinander oder sind gar miteinander verwoben. Manchmal merkt man erst nach sorgfältigem Studium, wo der Haken ist. Und einer dieser Haken wird sichtbar, als der Kreisaufseher auf den 1. Johannesbrief zu sprechen kommt. Sein Kommentar zu Kapitel 1,3 hört sich etwa so an:
(damit meint er die so genannte leitende Körperschaft der Wachtturm-Gesellschaft, also schlicht: Die Führungsspitze).
Nach diesem letzten Satz ist dann ja alles klar, oder? Allein an Jesus zu glauben reicht nach Lehre der Wachtturm-Gesellschaft also letztlich nicht aus, um gerettet zu werden – man muss sich den Zeugen Jehovas anschließen, um Gemeinschaft mit Gott haben zu können. Wenn das nicht ein Prachtexemplar von Haken ist.
Erfahrung im Königreichsaal
Ende März 1988. Ich sitze im Königreichsaal einer kleinen Stadt in Nordrhein-Westfalen und höre gespannt zu, was der besondere Gast des Abends, der Kreisaufseher Lange, zu sagen hat. Dabei mache ich mir Notizen, um später in meiner Gemeinde authentisch über die Lehre der Zeugen Jehovas berichten zu können. Dies ist eines von mehreren Treffen, die ich besuche, um mir aus erster Hand ein Bild über die Zeugen Jehovas machen zu können (zusätzlich zum Studium einiger Bücher und Zeitschriften der Wachtturm-Gesellschaft).
"Bruder" Lange (man sprich sich mit Bruder und Schwester an) referiert an diesem Donnerstag über Jesaja 53 und den 1. Johannesbrief. Dabei sagt er manches Richtige, zum Beispiel, dass es sich bei Jesaja 53 um eine genaue Prophetie handelt und dadurch deutlich wird, dass die Bibel von Gott inspiriert ist.
Ja, bei den Zeugen Jehovas liegen richtige Lehre und Irrlehre nah beieinander oder sind gar miteinander verwoben. Manchmal merkt man erst nach sorgfältigem Studium, wo der Haken ist. Und einer dieser Haken wird sichtbar, als der Kreisaufseher auf den 1. Johannesbrief zu sprechen kommt. Sein Kommentar zu Kapitel 1,3 hört sich etwa so an:
"Die Einheit und Teilhaberschaft mit Jehova lief über Johannes, den letzten Apostel. Wer Johannes missachtete, konnte nicht mit Jehova in Einheit sein. Heute geht die Einheit und Teilhaberschaft über den treuen und verständigen Sklaven."
(damit meint er die so genannte leitende Körperschaft der Wachtturm-Gesellschaft, also schlicht: Die Führungsspitze).
"An diesen Sklaven kommt niemand von uns vorbei. Ausserhalb des Sklaven gibt es keinen Segen – man könnte 1000 mal an Jesus glauben; man würde sich selbst betrügen."
Nach diesem letzten Satz ist dann ja alles klar, oder? Allein an Jesus zu glauben reicht nach Lehre der Wachtturm-Gesellschaft also letztlich nicht aus, um gerettet zu werden – man muss sich den Zeugen Jehovas anschließen, um Gemeinschaft mit Gott haben zu können. Wenn das nicht ein Prachtexemplar von Haken ist.
Verwendete Literatur
| [1] | Zeitschrift "Orientierung", Bibellesebund, Ausgabe 3/2010, S. 43 |
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