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Evolution und Schöpfung

In über 5000 Jahren menschlicher Geschichte glaubten wir an eine erschaffene Welt: Es erschien logisch, unsere Väter glaubten daran, und es gab keine Alternative.
Doch innerhalb der letzten 200 Jahre änderte sich plötzlich alles. Die zerstörerische Industrialisierung setzte mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit ein, während wir von dem seltsamen Gedanken bestimmt wurden, alles rational erklären zu wollen. Natürlich galt das auch für die Erschaffung des Universums. Vielleicht war es eine aus dem beginnenden Atom-Zeitalter resultierende Überheblichkeit, die manchen Naturwissenschaftler dazu veranlasste, die Notwendigkeit eines Schöpfers vorsätzlich zu übersehen. Eine unermesslich lange Verkettung unwahrscheinlicher Zufälle sollte als Alternative dienen. Aus dem Chaos des Urknalls am Anfang des Universums sei in einem mehr als 13 Milliarden Jahre währenden Prozess die Erde entstanden, inklusive allen Lebens darauf. Und inklusive dieser kognitiven Intelligenz, die uns in die Lage versetzt, über all das nachzudenken.

Der Naturforscher Charles Darwin formulierte im Jahr 1859 diese Hypothese in seinem Werk "Die Entstehung der Arten". Mittels Selektion und Mutation hätten wir uns aus Aminosäuren, Zellen, Bakterien und schließlich von affenähnlichen Primaten entwickelt. Für eine unbewiesene Annahme hat die Evolution dann in kürzester Zeit eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht: Aus Hypothese wurde Theorie, aus Theorie wurde Weltbild, und das Weltbild wurde in unsere Schulbücher geschrieben.

Mikro- und Makro-Evolution
Darwins Theorie beruhte auf der natürlichen Auslese. Das bedeutet, dass immer die Lebewesen mit den besseren Eigenschaften überleben würden. Die Giraffe mit dem längeren Hals wird überleben und ihre Gene weitergeben, weil die Giraffen mit kürzerem Hals schlicht und einfach nicht an die Blätter der hohen Bäume gelangen können und deshalb verhungern. Diese Mutation innerhalb einer Art ist zum Beispiel an den verschiedenen Schnabelformen der Finken auf den Galapagos-Inseln nachgewiesen und wird als Mikro-Evolution bezeichnet. Nach dieser Erkenntnis schloss Darwin, dass die Mutation innerhalb gigantischer Zeiträume auch über die Arten hinweg gelten müsse: Dass sich also auch ein Lurch zu einem Hund entwickeln kann, und nicht zuletzt der Affe zum Mensch. Diese Makro-Evolution ist aber Theorie ohne empirischen Beweis - und eine wahrscheinlich viel zu schnelle Schlussfolgerung. Es ist noch niemals festgestellt worden, dass Evolution eine Spezies mit veränderter Desoxyribonukleinsäure und neuer Information hervorgebracht hat.[1][2]

Eine Frage der Wahrscheinlichkeit
Gehen wir zunächst davon aus, dass aus dem Urknall tatsächlich die Erde mitsamt des Ur-Ozeans und darin wabernden Aminosäuren entstanden ist. Wenn sich überall im Universum umherfliegende Materie-Teilchen aufgrund der Gravitation zu immer größeren Klumpen zusammenfinden, wäre das theoretisch denkbar. Irgendwo und irgendwann würde vielleicht auch ein erd-ähnlicher Himmelskörper entstehen. Das Universum müsste nur groß und alt genug sein. Im Gegensatz dazu lässt sich die Entstehung des Lebens auf der Erde nicht einmal annähernd logisch erklären. Um ein sehr einfaches Protein zu erzeugen, den "Grundbaustein des Lebens", müssen etwa 100 Aminosäuren des richtigen Typs genau in der richtigen Sequenz angeordnet werden, und es gibt 20 verschiedene in Frage kommende Aminosäure-Typen. Die Wahrscheinlichkeit, dass alle 100 Aminosäuren eine vorher festgelegte Reihenfolge einnehmen, liegt somit bei ungefähr 1 zu 10 hoch 130 (eine Eins mit 130 Nullen). Schon diese Zahl ist größer als die aller Atome im Universum.[3] In Wirklichkeit reden wir aber über mehrere 100.000 verschiedener Proteine, von denen jedes einzigartig ist und aus weit mehr als 100 Aminosäuren besteht. Die Chance, dass solche Moleküle von selbst entstehen, ist verschwindend gering. Es geschieht nicht.[4] Das ist aber noch nicht alles.

Frag' ein Protein!
Damit ein Protein einen Nutzen bringt, müssen die Aminosäuren nicht nur in der richtigen Reihenfolge zusammengefügt werden, sondern das Molekül muss sich dann auch noch zu einer ganz bestimmten Form zusammenfalten. Und selbst nachdem es diese komplizierte Struktur angenommen hat, hat es nur dann einen Sinn, wenn es sich auch fortpflanzen kann - und dazu sind Proteine nicht in der Lage. Diese Aufgabe übernimmt die DNA (Erbsubstanz). Die DNA ist ein Meister der Verdopplung, ansonsten hat sie aber kaum Fähigkeiten.[5] Wir stehen also vor einer paradoxen Situation: Ohne DNA kann es keine Proteine geben, und DNA kann ohne Proteine nichts bewirken.

Die nicht reduzierbare Komplexität
Es geht aber immer noch weiter. DNA, Proteine und die anderen Bestandteile des Lebendigen können nichts ausrichten, wenn sie nicht durch eine Art Hülle zusammengehalten würden. Kein Atom oder Molekül hat jemals allein etwas Lebendiges hervorgebracht. Ein beliebiges Atom, das wir aus unserem Körper entnehmen, ist nicht lebendiger als ein Sandkorn. Ohne die Zelle sind sie nur interessante chemische Verbindungen, aber ohne solche Verbindungen hätte auch die Zelle keinen Sinn. Oder, wie der Physiker Paul Davies es formulierte: "Wenn kein Molekül ohne die anderen funktionsfähig ist, wie konnte dann jedes einzelne Mitglied dieser Molekülgesellschaft je zustande kommen?"[6] Die Entstehung der ersten Zelle ist mit Selektion durch natürliche Auslese nicht zu erklären, denn die kann nur auf Organismen wirken, die bereits in der Lage sind, sich fortzupflanzen. Man spricht beim Aufbau von Zellen deshalb auch von "nicht reduzierbarer Komplexität": Wenn auch nur eines der komplizierten Bestandteile einer Zelle fehlen würde, wäre sie nicht in der Lage, sich fortzupflanzen. Die erste Zelle muss also plötzlich irgendwie voll funktionsfähig aufgetaucht sein.[7][8]

Konzentration von Aminosäuren
Nun kann man vielleicht erwidern, dass sich Aminosäuren im Ozean zu einer Brühe konzentriert und in zufälliger Reihenfolge in allen erdenklichen Kombinationen zu Proteinen zusammengeschlossen hätten, wobei nur die "nützlichen" Proteine die Zeit überdauerten und sich nach und nach zu den Molekülen formten, die für das Leben notwendig sind. Diese wiederum hätten zusammen mit der DNA (die ebenfalls zufällig zeitgleich entstanden ist!) die erste einfache Zelle gebildet. Doch selbst wenn das funktionieren könnte, gäbe es in der Praxis ein paar grundlegende Probleme: Aminosäuren konzentrieren sich im Ozean nicht, sondern verdünnen sich. Zudem würden die brauchbaren Aminosäuren stark durch andere Chemikalien verunreinigt, was die Proteinbildung verhindert. Und selbst gereinigte Aminosäuren (welche von intelligenten Chemikern gemacht wurden) bilden unter natürlichen Bedingungen keine Proteine. Es geschieht eher das Gegenteil - die Proteine zerfallen zu Aminosäuren.[9] Zuletzt müssten Aminosäuren noch eine sinnvolle "Schrift" bilden, welche von einer komplizierten Maschine, die aus Proteinen besteht, gelesen wird. Für das Lesen müssen also schon ganz bestimmte Proteine vorhanden sein![10] In Anbetracht dieser Tatsachen kommen auch atheistische Biologen und Naturforscher zu dem Schluss:

"…Monomere werden nicht zu Polymeren, wenn man sie nass macht - ausser bei der Entstehung des Lebens auf der Erde. Wie das damals geschah und warum es ansonsten nicht geschieht, ist eine der großen unbeantworteten Fragen der Biologie."

Bill Bryson, Naturwissenschaftler, "Eine kurze Geschichte von fast allem", Taschenbuch 2005, S. 368

Gesetze der Thermodynamik
Generell verstößt der Evolutionsgedanke gegen den zweiten thermodynamischen Hauptsatz der Physik, das Gesetz des Energiezerfalls. Die Energie, die für nützliche Arbeiten in einem funktionierenden System zur Verfügung steht, neigt dazu, sich zu verringern, obwohl die Gesamtenergie konstant bleibt. Strukturierte Systeme verwandeln sich von einem geordneten, komplexen Zustand in einen weniger geordneten, systemlosen und kapriziösen Zustand. Dieser Prozess wird als "Entropie" bezeichnet. Theoretisch kann in einer seltenen, eingegrenzten und vorübergehenden Situation ein geordneterer Zustand erreicht werden. Doch laut diesem Gesetz bewegen sich alle Systeme in Richtung Zerfall.[11]

Die kambrische Explosion
Ein weiteres Argument gegen die Evolution besteht in einer großen Lücke im Fossilbericht, die es eigentlich nicht geben dürfte. In den Erdschichten eines (geologisch betrachtet) sehr kurzen Zeitraums, dem so genannten Kambrium, tauchen schlagartig Fossilien fast aller heutiger Tierstämme mit voll ausgereiften Körperbauplänen auf.[12] Darwin wusste: Wenn seine Theorie zutraf, sollten die älteren Gesteinsschichten direkt unter der kambrischen Schicht eine Reihe von Übergangs-Fossilien zum Vorschein bringen; von einfachen zu komplexen Formen, die durch eine Kette vieler gescheiterter, aber auch gelungener, sich steigernder Schritte miteinander verbunden sind. Doch wo sind all diese Übergangsformen? Es gibt sie nicht im Fossilbericht. Wir finden stattdessen voll ausgeformte, voneinander getrennte Gruppen.[13]

"…auf die Frage, warum wir in der vorkambrischen Zeit keine reichen, fossilführenden Ablagerungen finden, vermag ich keine befriedigende Antwort zu geben."

Charles Darwin, "Die Entstehung der Arten"

"…Wir finden viele von ihnen [den Fossilien] bereits in einem fortgeschrittenen Zustand der Evolution, wenn sie das erste Mal auftreten. Es ist so, als wären sie einfach ohne jegliche Evolutionsgeschichte dort hingepflanzt worden."

Richard Dawkins, Evolutionsbiologe, "Der blinde Uhrmacher"

Zu Lebzeiten ging Darwin deshalb davon aus, dass der Fossilbericht unvollständig sein müsste. Doch nach über einem Jahrhundert eifriger Ausgrabungen sind die fehlenden Bindeglieder immer noch nicht gefunden. Stattdessen stellte man die Theorie auf, dass die vorkambrischen Lebewesen möglicherweise zu klein oder zu weich gewesen waren, um konserviert werden zu können. Jedoch wurden in verschiedenen Gesteinsformationen aus vorkambrischer Zeit (z.B. der so genannten Chengjiang-Faunengemeinschaft) auch zahllose Tiere ohne harte Schalen konserviert, darunter Embryos und Eier.[14] Warum also sollten sogar winzige Weichteile fossilisiert worden sein, während die viel größeren Vorläufer von den Tieren der kambrischen Explosion verwesten? Auch hier steht die Evolutionstheorie vor einem schwerwiegenden Dilemma.

Lucy, Neandertaler, Java-Menschen und andere Konstrukte
Wie im Vor-Kambrium die Bindeglieder zwischen den Fossilien fehlen, so fehlen natürlich auch die Bindeglieder zwischen den affenähnlichen Primaten und dem modernen Menschen. Es ist erstaunlich, mit welcher Begeisterung Evolutionsbiologen immer wieder aus spärlichen Funden höchst spekulative Skelette erschaffen und als "missing link" präsentieren. Und tragisch, dass die Öffentlichkeit derart an den Haaren herbeigezogene Rekonstruktionen als Tatsache akzeptiert. Im Fossilbestand konnte kein einziges verifizierbares "Bindeglied" zwischen Affe und Mensch dokumentiert werden, stattdessen werden die Funde sehr kontrovers diskutiert, revidiert oder verworfen:

Der so genannte Nebraska-Mensch wurde anhand der Entdeckung eines einzigen Zahns im Jahre 1922 fantasievoll rekonstruiert. Inklusive Lebensraum und Familie! Leider erwies sich später, dass dieser Zahn zu einer ausgestorbenen Schweineart gehörte.[15] Der Java-Mensch (Pithecanthropus erectus, "aufrecht gehender Affenmensch") wurde im Jahr 1891 aus Fragmenten eines Schädeldaches, einem Oberschenkelknochen und einem Zahn rekonstruiert. Zuvor wurden diese Überreste einem fossilen Riesen-Gibbon zugeschrieben.[16]

Der Neandertaler (Homo sapiens neanderthalensis) unterscheidet sich vom modernen Menschen nur durch ein etwas stärker gebautes Skelett und ein etwas größeres Schädelvolumen. Fossilfunde zeigen, dass Neandertaler ihre Toten begruben, ihre Kranken versorgten und Halsbänder, Ketten und ähnlichen Schmuck benutzten.[17] Sie benutzten Werkzeuge wie z.B. eine Nähnadel mit Öse für den Faden.[18] Menschen, die Nähnadeln benutzen und sich kleiden, können kaum als "primitives Bindeglied" angesehen werden.

Das bekannte Skelett "Lucy" und alle anderen Australopithecus-Arten sind ausgestorbene Affenarten, die den heutigen Affen ähneln. Ihr Schädelvolumen ist dasselbe (oder kleiner) als das von Schimpansen. Ihre Hände und Füße sind dafür ausgelegt, in Bäumen zu klettern. Viele andere Eigenschaften wie Einzelheiten der Schädelanatomie, der geringe Augenabstand, die scharfen Backenzähne, die Unterkiefer-Anatomie, ihre langen Arme und kurzen Beine zeigen, dass diese Kreaturen sich nicht vom heutigen Affen unterscheiden und somit ebenfalls keine Bindeglieder sind.[19][20]

Quantenmechanik und der Anfang der Raumzeit
Wenn wir in der Zeit bis zum Urknall zurückreisen, kommen wir laut Einsteins Relativitätstheorie zu einem Zustand, an dem Raum und Zeit auf einen unendlich kleinen Punkt konzentriert waren und an dem die Krümmung der Raumzeit, die Dichte der Materie und die Energie unendlich war. Außerhalb (oder vor) dieser Singularität gab es keinen Raum und keine Zeit, auch wenn dieser Moment unsere Vorstellungskraft übersteigt. Wir sollten davon ausgehen, dass auch der Urknall eine Ursache gehabt haben muss, aber die können wir mit der Relativitätstheorie nicht erklären. Das bedeutet: Selbst wenn wir die Evolution in allen Details erklären und beweisen könnten, würden wir an ihrer ersten Ursache scheitern.

"Beim Urknall und in anderen Singularitäten - so die Theorie - büßen alle Gesetze ihre Geltung ein, sodass es noch immer in Gottes Belieben stünde zu wählen, was geschehen ist und wie alles begonnen hat."

Stephen Hawking, "Die kürzeste Geschichte der Zeit", S. 165

Es gibt verschiedene Theorien, die versuchen, die Welt im atomaren Bereich zu beschreiben und das Problem der auftretenden Singularitäten zu umgehen. Mittels Quantenmechanik und String-Theorie lassen sich die Zustände während des Urknalls zwar ansatzweise erklären, jedoch lässt sich die Quantentheorie mit der Relativitätstheorie nicht vereinbaren. Eine große, vereinheitlichte Theorie zu finden, ist schon seit Langem das Ziel der Physik, da damit die Welt in all ihren Facetten beschrieben werden könnte. Ob es eine solche Theorie gibt und ob wir sie jemals finden können, ist aber sehr fraglich.[21] Um das Universum ausreichend erklären zu können, haben wir also nach wie vor nur die Möglichkeit eines Schöpfers. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass wir nur Teil eines Multiversums sind oder dass unser Universum aus einem zuvor existierenden Universum hervorgegangen ist, wird damit das Problem der ersten Ursache nur verlagert. Um dieser "Problematik" zu begegnen (und vielleicht, um das Wort "Gott" trotzdem nicht erwähnen zu müssen) sprechen immer mehr Wissenschaftler von "Intelligent Design".

Wer ist Gottes Schöpfer?
Wenn es einen Schöpfer gibt, ist die Frage nach dessen Herkunft nun absolut berechtigt. Wie bereits angedeutet, können wir nur vier Dimensionen wahrnehmen: Drei Raumdimensionen, also Ausdehnung der Materie, und eine Zeitdimension. Wenn wir annehmen, dass Gott das Universum erschaffen hat, muss er selbst zwangsläufig außerhalb der erschaffenen Dimensionen, also ausserhalb unserer Raumzeit existieren und schon immer existiert haben. Außerhalb der Zeit zu sein bedeutet, ewig zu sein. Und was ewig ist, kann nicht erschaffen worden sein - es ist einfach. Es hat weder Anfang noch Ende. Vielleicht müssen wir uns irgendwann eingestehen, dass wir nicht alles wissen können, und dafür das einsehen, was wir schon längst hätten wissen können:

"Er (Gott) hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr (der Menschen) Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende."

Die Bibel, Prediger 3,11

Schon bei Themen, die messbar und zu beobachten sind, versagt die Wissenschaft kläglich und verliert sich in endlosen Debatten und Erklärungsversuchen. Die Hilflosigkeit des Naturalismus gegenüber nicht greifbaren Dingen wie Information, Liebe, dem Gewissen oder Gefühlen sei an dieser Stelle nur nebenbei erwähnt.

Evolution als Ideologie
Obwohl der Ursprung, der Aufbau und das Leben auf der Erde so sehr auf einen Schöpfer hinweisen, fällt es vielen Menschen schwer, das zu akzeptieren. Vielleicht steht hinter dem Gebilde der Evolution viel mehr als nur der Versuch, die Entstehung des Lebens zu erklären. Könnte es nicht auch eine willkommene Legitimation für den Atheismus sein? Denn so würde jeder das tun können, was er für richtig hält, ohne sich irgendwann vor dem Schöpfer rechtfertigen zu müssen. Schließlich bestünde ja die theoretische Wahrscheinlichkeit, dass er nicht existiert - und wenn sie noch so gering ist. So gesehen ist die evolutionsbiologische Wissenschaft subjektiv geprägt, denn sie will nicht die Wahrheit über die Entstehung des Lebens herausfinden, sondern sie will beweisen, dass es keinen Schöpfer gibt:

"Wenn das Leben eine bestimmte kettenartige Aneinanderreihung erlangt, hat das eine derartige Wahrscheinlichkeit, dass es im ganzen Universum nur einmal entsteht. Oder es müssten bei der Bildung übernatürliche Kräfte mitgeteilt haben, die wir nicht kennzeichnen können. Aber diese letzte Tatsache zu akzeptieren, widerspricht der wissenschaftlichen Absicht. In diesem Fall muss man die erste Voraussetzung genau studieren."

Prof. Ali Demirsoy, "Vererbung und Evolution", Seite 61

Wenn man das übernatürliche Eingreifen eines intelligenten Urhebers von Anfang an ausklammert und das Modell von Evolutions- und Urknalltheorie zum Paradigma macht, dann darf man im Nachhinein nicht folgern, dass es keinen Urheber gibt, weil in den verschiedenen Abhandlungen kein Urheber vorkommt! Gewissermassen ist die Evolution damit nichts Anderes als eine Ideologie, die man glauben kann oder auch nicht. Wer sein Leben auf diese Ideologie baut, wird sie erbittert verteidigen; wird immer wieder neue Theorien aufstellen und unermüdlich nach den fehlenden Bindegliedern graben, während die grundlegende Idee immer holpriger, unvollständiger und unwahrscheinlicher wird. Doch sie aufzugeben würde bedeuten, einen Schöpfer anzuerkennen, und das könnte durchaus schwerwiegende Folgen für das eigene Leben haben. Fast drängt sich einem der Gedanke auf, dass die Anhänger der Evolution Angst vor Gott haben. Und dass es ihnen unterbewusst nur darauf ankommt, vor einem allmächtigen Schöpfer keine Verantwortung für ihre Taten übernehmen zu müssen. Doch der HERR hat uns seine Antwort schon vorweg gegeben.

"...Sie führen ein Leben ohne Gott und tun, was ihm missfällt [...] Dabei wissen sie ganz genau, dass es Gott gibt, er selbst hat ihnen dieses Wissen gegeben. Gott ist zwar unsichtbar, doch an seinen Werken, der Schöpfung, haben die Menschen seit jeher seine göttliche Macht und Größe sehen und erfahren können. Sie haben also keine Entschuldigung."

Die Bibel, Brief des Paulus an die Römer, Kapitel 1,18-20

"Denn obwohl sie schon immer von Gott wussten, wollten sie ihn nicht anerkennen und ihm nicht danken. Stattdessen kreisten ihre Gedanken um Belangloses, und da sie so unverständig blieben, wurde es schließlich in ihren Herzen finster. Sie wähnten sich besonders klug und waren die größten Narren."

Die Bibel, Brief des Paulus an die Römer, Kapitel 1,21-22

Verwendete Literatur

[1] "Darwinism and the Deterioration of the Genome", Gerald R. Bergman, CRSQ 42/2, September 2005, S. 110ff
[2] "Mutations: Raw Material for Evolution?", Barney Maddox, Acts and Facts 36/9, September 2007, S. 10-13
[3] "Evolution - Ein kritisches Lehrbuch", Reinhard Junker & Siegfried Scherer, Weyel-Verlag, 2006, S. 126
[4] "Eine kurze Geschichte von fast allem", Bill Bryson, München, 2004, S. 363ff
[5] "Microcosmos", Margulis & Sagan, New York, 1986, S. 63
[6] "Das fünfte Wunder. Die Suche nach dem Ursprung des Lebens", Paul Davies, Scherz-Verlag, 2000, S. 98
[7] "Darwin's Black Box", Michael J. Behe, Resch-Verlag, 2007
[8] "Evolution - Ein kritisches Lehrbuch", Reinhard Junker & Siegfried Scherer, Weyel-Verlag, 2006, S. 113
[9] "Origin of life: the polymerization problem", Sarfati, J., Journal of Creation 12(3):281-284, 1998
[10] "Self-replicating Enzymes?", Journal of Creation 11(1):4-6, 1997
[11] Wikipedia.de / Entropie (Thermodynamik)
[12] Wikipedia.de / Kambrische Explosion
[13] "Darwins Dilemma. Das Geheimnis des kambrischen Fossilberichts", Illustra Media, 2010
[14] Wikipedia.de / Chengjiang-Faunengemeinschaft
[15] William K. Gregory, "Hesperopithecus Apparently Not An Ape Nor A Man," Science, 1927, Ausgabe 66, issue 1720, S. 579
[16] Wikipedia.de / Java-Mensch
[17] "Evolution - Ein kritisches Lehrbuch", Reinhard Junker & Siegfried Scherer, Weyel-Verlag, 2006, S. 279
[18] "From Lucy to Language", D. Johanson, B. Edgar, S. 99.
[19] "Evolution - Ein kritisches Lehrbuch", Reinhard Junker & Siegfried Scherer, Weyel-Verlag, 2006, S. 270
[20] Darwinismus.com / Der Ursprung des Menschen / Australopithecus
[21] "Die kürzeste Geschichte der Zeit", Stephen Hawking & Leonard Mlodinow, Rowohlt-Verlag, 2010


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