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Israel und die Juden - Gottes Volk

Das Phänomen des jüdischen Volkes ist deshalb so schwierig zu erklären, weil dieses Volk einen einzigartigen Platz in Gottes Plänen und Absichten einnimmt. Ihr jahrtausendelanges Schicksal ist mit göttlicher Genauigkeit in der Bibel vorausgesagt, und ihre Geschichte und Gegenwart bestätigen lauthals die Zuverlässigkeit dieser Prophezeiungen.
Der Religionsverächter Friedrich der Große, seines Zeichens König von Preußen, wollte einmal einen seiner Untergebenen in Verlegenheit bringen und fragte: "Nenne Er mir einen einzigen Gottesbeweis, aber kurz, in drei Worten!" Da soll der kluge Mann einen Schritt vorgetreten sein und sich mit den Worten verbeugt haben: "Majestät, die Juden!"[1]

Der berühmte Philosoph Hegel, der versuchte, die gesamte Wirklichkeit einschließlich ihrer geschichtlichen Entwicklung zusammenhängend zu deuten, soll gesagt haben: "Meine Philosophie erklärt alles außer die Juden." Gott hat an vielen Stellen der Bibel vorausgesagt, dass die Juden verfolgt und unter die Nationen zerstreut werden, wenn sie böse Wege einschlagen und nicht der Stimme des Herrn gehorchen:

"Und der HERR wird euch unter die Völker zerstreuen, und ihr werdet übrig bleiben, ein geringes Häuflein unter den Nationen, wohin der HERR euch führen wird."

5. Buch Mose 4,27

"Und du wirst zum Entsetzen werden, zum Sprichwort und zur Spottrede unter allen Völkern, wohin der HERR dich wegtreiben wird."

5. Buch Mose 28,37

"Und der HERR wird dich unter alle Völker zerstreuen von einem Ende der Erde bis zum andern Ende der Erde ... Und unter jenen Nationen wirst du nicht ruhig wohnen, und deine Fußsohle wird keinen Rastplatz finden. Und der HERR wird dir dort ein zitterndes Herz geben, erlöschende Augen und eine verzagende Seele..."

5. Buch Mose 28,64-67

Das Volk der Juden ist mehrfach zerstreut worden, die letzte und endgültige Zerstreuung geschah im Jahr 70 n. Chr., als Jerusalem von Titus zerstört wurde und die überlebenden Juden sich buchstäblich unter die Nationen verteilten, wo sie den größten Teil der seither vergangenen zwei Jahrtausende zugebracht haben. Eine weitere biblische Voraussage über dieses Volk besagt jedoch, dass die Juden trotz ihrer Zerstreuung niemals ihre nationale Identität verlieren werden, sondern als besondere und geschlossene Nationen erhalten bleiben:

"Siehe, ein Volk, das abgesondert wohnt und sich nicht zu den Nationen rechnet."

4. Buch Mose 23,9

Das scheint widersinnig zu sein, denn wenn ein Volk erobert und geschlagen wird und seine Überreste in Gefangenschaft geraten und weggeführt werden, dann löst es sich normalerweise mit der Zeit durch Mischehen und Aussterben auf und wird von den Völkern, unter denen es lebt, assimiliert. Mit den Juden geschah das jedoch nicht. Obwohl sie von den Nationen förmlich verschluckt wurden, hat sich dieses bemerkenswerte Volk über die Jahrtausende hinweg niemals aufgelöst. Der gegenwärtige Zustand der Juden ist ebenfalls vorausgesagt:

"Denn die Söhne Israel bleiben viele Tage ohne König und ohne Oberste, ohne Schlachtopfer und ohne Gedenkstein und ohne Ephod und Teraphim."

Prophet Hosea, Kapitel 3,4

Israel sollte lange Zeit ohne königliche Dynastie sein und keinen Tempel, keinen Hohenpriester und keinen Altar für seine Opfer haben (Das Ephod war ein Kleidungsstück des Hohenpriesters), aber auch frei sein vom Götzendienst (Gedenksteine und Teraphim waren Götzen). Der Zustand der Juden während der letzten 2000 Jahre könnte nicht treffender beschrieben werden. Die Bibel sagt aber auch voraus, dass die Juden wieder in ihr Land zurückkehren und ihren eigenen Staat haben werden, auch wenn sie noch nicht Gott gehorchen und immer noch Jesus als Messias ablehnen:

"Ich (Gott) werde euch aus den Nationen holen und euch aus allen Ländern sammeln und euch in euer Land bringen."

Prophet Hesekiel, Kapitel 36,24

Im Jahr 1948 wurde der Staat Israel neu gegründet, was wenige Jahrzehnte zuvor kaum jemand für möglich gehalten hätte. Seitdem hat Israel wieder ein eigenes Territorium mit einer Regierung, einer Flagge, Briefmarken, einer Armee und einem Schulsystem. Aus mehr als 140 verschiedenen Ländern und aus allen Kontinenten kehren heute, direkt vor unseren Augen, Juden nach Israel zurück.[2]

Die wichtigste Exportware Israels sind Zitrusfrüchte, und die israelische Stadt Jaffa ist weltweit für ihre Orangen bekannt. Angesichts der folgenden Prophezeiung ist das eine hochinteressante Tatsache:

"In den kommenden Tagen wird Jakob (d.h. Israel) Wurzeln schlagen, Israel blühen und knospen; und sie werden mit Früchten füllen die Fläche des Erdkreises."

Prophet Jesaja, Kapitel 27,6

Jahrhunderte lang war Palästina eine öde Gegend, doch heute prangen die Berge Israels durch die Programme zur Wiederaufforstung von Millionen frischer Bäume. Jesaja hat einst prophezeit:

"Statt der Dornsträucher werden Zypressen aufschießen, und statt der Brennnesseln werden Myrten aufschießen."

Prophet Jesaja, Kapitel 55,13

Wenn man bedenkt, wie unbedeutend dieser semitische Volksstamm einst war, der von den Ägyptern verächtlich Sandwanderer genannt wurde, kann man nur staunen, welch große Bedeutung Israel heute in der Welt hat. Israel hat nicht nur eine bedeutende Stellung in Wissenschaft, Religion und Wirtschaft, sondern ist einer der wichtigsten Faktoren für die ganze Weltpolitik. Diese Bedeutung steht in keinem Verhältnis zur winzigen Größe dieses Staates, was Israel wiederum zu einem einzigartigen Volk unter den Nationen der Welt macht. Die heutige ständige Bedrohung Israels durch seine arabischen Nachbarländer sowie die antiisraelischen Tendenzen der Weltpolitik deuten offenbar auf die Erfüllung einer weiteren biblischen Prophezeiung hin: Dem Staat Israel wurde eine schlimme Zeit heftiger Konflikte angekündigt, wobei die Stadt Jerusalem der Zankapfel der Völker ist:

"Siehe, ich mache Jerusalem zu einer Taumelschale für alle Völker ringsum. Und auch über Juda: Es wird in Bedrängnis geraten zusammen mit Jerusalem. Und es wird geschehen an jenem Tag, da mache ich Jerusalem zu einem Stemmstein für alle Völker: alle, die ihn hochstemmen wollen, werden sich wund reißen. Und alle Nationen der Erde werden sich gegen es versammeln."

Prophet Sacharja, Kapitel 12,2-3

Die um ein Vielfaches mächtigere Arabische Liga hat bereits mehrfach erfolglos versucht, den neuen Judenstaat zu vernichten. Stattdessen wurde im Sechs-Tage-Krieg die Altstadt Jerusalems von Israel eingenommen. Da die Geschichte der Juden so detailliert und exakt in der Bibel vorausgesagt ist, trifft der Ausspruch des ehemaligen englischen Generalstaatsanwalts und Lordkanzlers Thomas Erskine ins Schwarze: "Auch wenn alle anderen Zeugnisse für die Wahrheit der Bibel auf den Grund des Meeres versenkt würden, wären die weltweite Zerstreuung der Juden, ihre beispiellosen Leiden und ihre wunderbare Bewahrung ausreichend, um die Wahrheit der Bibel zu belegen."[3]

Verwendete Literatur

[1] "Many Infallible Proofs", Arthur T. Pierson, Chicago, 1886, S. 59
[2] "Ist die Bibel die Wahrheit?", William MacDonald, Betanien-Verlag, Bielefeld, 2002
[3] "God Spake All These Words", James Hall Brookes, St. Louis, 1895, S. 42


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Israel-Flaggen (Fotograf unbekannt)
Letztes Update:
» 03.01.2012 um 22:04 Uhr

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